Zum Kiosk der Kultur wegen

Zum Kiosk der Kultur wegen

Das "Büdcken" ist im Pott das Sinnbild für alle die, die mal eben noch ein Bier, 'ne Packung Fluppen oder auch ein Eis oder Bonbons suchen. Hier gibt's dat alles - doch die Bude kann mehr, wie sich am kommenden Samstag, 25. August, zeigen wird.

Zum zweiten Mal startet dann der Tag der Trinkhallen im Ruhrgebiet, der von der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) veranstaltet wird.

An 200 Buden und Trinkhallen gibt es zwischen 15 und 22 Uhr Aktionen unterschiedlichster Art, wobei 50 Trinkhallen darunter sind, die einen größeren Programmbeitrag zusteuern. In Duisburg sind dies das "Blaue Büdchen" in Ruhrort, wo sich Poetry Slamer versammeln werden, um ernst, lustig oder auch politisch zu Themen der Zeit Stellung zu nehmen. "Dubarabi" kommt dagegen nach Meiderich zur Spessartstraße 53. Dort steht einfach "Das Büdchen". Die fünf Musiker laden zu einer musikalischen Odyssee zwischen alter und neuer Heimat. Wer lateinamerikanischen Rhythmus liebt, kann hier auch "Yacambu" musikalisch erleben. Im Jubiläumshain steht "Das grüne Büdchen", wo am Tag der Trinkhallen die "Otumfuo Band" traditionelle westafrikanische Trommelmusik mit Tanzeinlagen zum Besten gibt. Am "Kiosk Szkudlarek" an der Trompeter Straße 22 erwartet die Gäste "Rockn Romantica": Musik mit Einflüssen der türkischen Kultur, der Kulturen des Balkans und der Gypsy Musik Tradition. Das Kultkiosk "KUKI", mitten im Herzen Ruhrorts, wird mit den Künstlern Katinka Buddenkotte, Matthias Reuter, Friedemann Weise, Sandra Da Vina, Özgür Cebe und Kai Magnus Sting ein buntes Potpourri aus Kabarett, Comedy, Poetry Slam und Musik im Angebot haben. Und auch in der Innenstadt an der Münzstraße 56 gibt es richtig was auf die Ohren: An "Rosi's Büdchen" haben sich der Bochumer Musikproduzent Olaf Opal und die Kölner Sängerin der Gruppe Klee, Suzie Kerstgens, angesagt.

Doch auch an anderen Ort gibt es richtig was zu sehen und zu erleben.

So zum Beispiel am "Kiosk Temel" in Dinslaken, wo es neben Heimvideos zum Thema Party auch ein kunterbuntes internationales Begleitprogramm, das nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen einlädt, gibt. Etwa beim Salsa-Workshop mit Tanzlehrer und DJ Mosti Mostafinio oder beim Trommel-Workshop mit Tobias Bülow, der vorher zum Solo-Konzert lädt. Zudem hat Ruhr Tourismus Radrouten ausgearbeitet, die die Programmbuden miteinander auf angenehme Weise verbinden. Wer hierzu oder auch zu weiteren Buden im Ruhrpott mehr wissen möchte, schaut online unter www.tagdertrinkhallen.ruhr.

Und wer das Phänomen "Trinkhalle im Ruhrgebiet" näher entschlüsseln will, sollte unbedingt die Ausstellung "Treffpunkt Trinkhalle" mit Fotografien von Reinaldo Coddou H. besuchen, die seit dem 1. August im Bochumer LWL-Industriemuseum "Zeche Hannover", Günnigfelder Straße 251, geöffnet ist: In einer Serie von 70 Fotografien zeigt er die Buden der Metropole Ruhr als Orte der Begegnung, Kommunikation und Leidenschaft.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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