Widerspruch einlegen

Fragwürdige "Blitzer"-Aktion am Kreuzacker in Rheinhausen. Wer am Samstag, 13. Februar, geblitzt wurde, sollte überlegen Widerspruch einzulegen.

Seit Wochen werden die Geh- und Radwege auf dem Kreuzacker, vom Johanniter Krankenhaus bis zur Moerser Straße, und die Verkehrsinseln saniert. An sich erfreulich, denn die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen und in Richtung Moerser Straße stehen nur noch rote Warnbarken und ein mobiles Verkehrsschild, was die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h reduziert.

Am vergangenen Samstag wurde an dieser Stelle fleißig geblitzt. Den Hinweis auf die Höchstgeschwindigkeitsreduzierung zu erkennen, ist für den Autofahrer allerdings eine schier unlösbare Aufgabe, wie der Duisburger Ratsherr aus Friemersheim Klaus Mönnicks berichtet. Das Verkehrsschild ist durch einen Baum verdeckt und von Weitem bis drei Meter vor dem Schild nicht zu erkennen. Wolle man es wissen, müsse man den Blick im Vorbeifahren 90 Grad zur Seite wenden und damit die Aufmerksamkeit für den fließenden Verkehr im Kreuzungsbereich komplett vernachlässigen, so Mönnicks und ergänzt: "Wichtige Sekunden, die bei einem Bremsmanöver des Vordermannes zwangsweise zum Auffahrunfall führen würden."

Dem Fazit von Klaus Mönnicks kann man sich nur anschließen: "Alle Betroffenen, auch die zuständige Behörde, sollten sich überlegen, ob diese Geschwindigkeitskontrolle zu Recht durchgeführt wurde. Ich für meinen Teil würde in Widerspruch gehen."

(Niederrhein Verlag GmbH)
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