"Wichtig ist: Es wird weiter intensiv Sachaufklärung betrieben"

Loveparade-Strafprozess : Gericht setzt Termine bis nach der Verjährung fest

Im Loveparade-Prozess hat das Gericht bis August 2020 weitere 51 Termine bestimmt. Ende Juli 2020 droht die Verjährung.

„Die Termine wurden vorsichtshalber festgelegt“, erklärt Pressesprecher Thomas Sevenheck, Richter am Landgericht Duisburg. Das habe mit den komplexen Anforderungen zu tun, das Verfahren ordnungsgemäß zu Ende zu bringen. „Das Verfahren endet nicht mit dem Eintritt der Verjährung“, so Sevenheck. Wichtig sei aber: Unabhängig von der drohenden Verjährung werde weiter Sachaufklärung betrieben – und es sei selbstverständlich nicht ausgeschlossen, dass es vor der Verjährung Ende Juli 2020 zu einem Urteil komme.

Bisher wurden im Loveparade-Strafprozess mehr als 80 Zeugen vernommen. Bis November sind elf weitere Vernehmungen angesetzt; darunter auch die der sieben ehemaligen Angeklagten, gegen die das Verfahren Anfang Februar ohne Auflagen eingestellt worden war und die jetzt als Zeugen gehört werden sollen, sechs von ihnen (ehemalige) Mitarbeiter der Stadt Duisburg.

Stichtag für die Verjährung ist laut Staatsanwaltschaft der 28. Juli 2020; dann ist der Tod des letzten, 21. Opfers der Loveparade-Katastrophe genau zehn Jahre her. Wenn allerdings vorher in erster Instanz ein Urteil gesprochen wird, läuft die Verjährungsfrist nicht ab, bevor das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist.

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