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: Welche Regeln gelten wo?

: Welche Regeln gelten wo?

In einer langen Verhandlung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder um schärfere Coronaschutzverordnungen gerungen. Doch was gilt jetzt wo?

In Duisburg, wo der Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, am Montag über die kritische Marke von 50 gestiegen ist, gelten einstweilen weiterhin die Beschränkungen, die am Dienstag (Allgemeinverfügung der Stadt) bzw. Mittwoch (Landeserlass) in Kraft getreten sind.

Danach müssen alle Duisburger bei Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumlichkeiten auch am Platz eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Gleiches gilt für Zuschauer von Sportveranstaltungen an Sitz- oder Stehplätzen.

Solange der Inzidenzwert von 50 überschritten ist, wird bei Veranstaltungen und Versammlungen die Teilnehmerzahl auf 20 Prozent der normalen Kapazität des jeweiligen Veranstaltungsortes festgesetzt. Dabei gilt eine absolute Obergrenze von 250 Personen in geschlossenen Räumen und 500 Personen im Außenbereich.

Private Feiern aus besonderen Anlässen in gastronomischen Betrieben bleiben weiter auf 25 Teilnehmer begrenzt. Alle diesbezüglichen Regeln bleiben bestehen.

Für die Gastronomie greifen ebenfalls neue Regeln: Die Öffnungszeit ist auf maximal ein Uhr morgens begrenzt. Dies gilt auch für den Verkauf von alkoholischen Getränken, beispielsweise an Trinkhallen.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link forderte die Landesregierung zu einheitlichen Regelungen auf: „Es ist doch völlig widersinnig, dass es noch immer möglich ist, mit riesigen Feiern in Nachbarstädte auszuweichen, nur weil diese derzeit den Inzidenzwert noch nicht überschreiten. Als wenn Krisenbewältigung in Pandemiezeiten an Stadtgrenzen aufhören könnte! Die Lebenswirklichkeit im Ruhrgebiet sieht anders aus.“

Zusatzregeln auch im Kreis Wesel

Im Kreis Wesel hat der Inzidenzwert die ebenfalls kritische Marke von 35 überschritten; am Freitag lag er bei 43,3. Damit gelten seit gestern auch im Kreis Wesel zusätzliche Verschärfungen zur Coronaschutzverordnung – und zwar so lange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Wesel für die Dauer von sieben zusammenhängenden Tagen unter dem Wert von 35 liegt.

Zu den Verschärfungen gehört, dass Veranstaltungsbesucher in geschlossenen Räumlichkeiten Mundschutz tragen müssen, und zwar immer, ob auf Sitz- oder Stehplätzen und unabhängig davon, ob Abstände eingehalten werden.

Auf Märkten (z. B. Wochenmarkt, Trödel-/Flohmarkt) gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht nur an den Marktständen, sondern auch in den Gängen zwischen den einzelnen Marktständen. Dies gilt entsprechend auch für Kongresse und Messen. Auch in Freizeit- und Vergnügungsstätten, auf Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen muss nun eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

Die zulässige Anzahl an Zuschauenden für Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen ist im Kreis Wesel auf ein Drittel der Regelauslastung beschränkt, die für Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen auf ein Fünftel.

„Natürlich sind die Einschränkungen schmerzhaft“, so Neukirchen-Vluyns Bürgermeister Harald Lenßen. „Aber Infektionsketten zu unterbrechen und Infektionszahlen zu drücken, damit unser Gesundheitssystem belastbar bleibt und ein neuer Lockdown verhindert wird, ist jetzt oberstes Ziel. Bitte helfen Sie dabei und schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen durch verantwortungsvolles Handeln!“