„Weißer Riese“, Ottostraße 24-30, in Hochheide: Vorbereitung zur Sprengung

„Weißer Riese“, Ottostraße 24-30, in Hochheide : Vorbereitung zur Sprengung

Nach der erfolgreichen Sprengung des ersten „Weißen Riesen“ an der Friedrich-Ebert-Straße im März 2019, laufen nun die Vorbereitungen für die Sprengung des zweiten Hochhauses an der Ottostraße 24–30 in Hochheide. Mit der Baustelleneinrichtung erfolgt zunächst die Entrümpelung. Im Anschluss findet die Asbestsanierung statt. Im Herbst 2020 soll dann gesprengt werden.

Hochheide. Asbestfunde in dem mittlerweile gesprengten Hochhaus führten in der Vergangenheit zu Verzögerungen und einer Kostensteigerung. Aufgrund der Erfahrungen, die bei dem ersten Hochhaus gesammelt werden konnten, rechnet die Stadt Duisburg diesmal nicht mit nennenswerten Verzögerungen. Bei einem reibungslosen Ablauf ist mit der Sprengung des zweiten Hochhauses im Herbst 2020 zu rechnen.

Das Bauschild weist es aus: Im März 2021 soll vom Hochhaus nichts mehr zu sehen sein - auch kein Schutthaufen.

Auch beim dritten Weißen Riesen auf der Ottostraße 54–56 geht es weiter voran. Als das Hochhaus im September 2019 durch die Stadt Duisburg angekauft wurde, waren von insgesamt 160 Wohnungen noch 100 Wohnungen belegt. Mittlerweile konnten bereits die Hälfte der Mieterinnen und Mieter eine neue Bleibe finden, so dass aktuell nur noch 49 Wohnungen bewohnt sind. Das vor Ort von der Stadt eingerichtete Umzugsbüro steht den verbleibenden Bewohnerinnen und Bewohnern weiterhin für die Unterstützung bei der Wohnungssuche zur Verfügung. Sobald alle Wohnungen leer stehen, erfolgt die Vergabe für die Sanierung und den Abbruch.

Die im Zuge der Rückbauarbeiten freiwerdenden Flächen werden als parkähnliche Grünflächen ausgebaut, um die Aufenthaltsqualität im Quartier zu erhöhen. Martin Linne, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt, erklärt: „In einem ersten Schritt soll für das gesamte Fördergebiet mit Beteiligung der Duisburgerinnen und Duisburger Ideen und Konzepte erarbeitet werden. Daraus wird dann ein Rahmenplan zur Neugestaltung erstellt.“

Derzeit wird die Vergabe der Planungsleistung für die Durchführung der Bürgerbeteiligung und der Rahmenplanung vorbereitet. Die Bürgerbeteiligung ist unmittelbar nach den Herbstferien vorgesehen. Unabhängig von dem endgültigen Ausbau wird die Fläche des bereits abgebrochenen Hochhauses an der Friederich-Ebert-Straße 10–16 voraussichtlich ab Herbst 2019 als Rasenfläche nutzbar sein.

Der Ankauf und die Sprengung der Hochhäuser ist Teil des Integrierten Handlungskonzeptes zur Stabilisierung des Stadtteils. Hochhäuser mit einem hohen Anteil leerstehender, perspektivisch nicht mehr vermarktbarer Wohnungen werden vom Wohnungsmarkt genommen und abgerissen. 80% der gesamten Projektkosten werden vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ finanziert.

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