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Vorstand war mit auf 1,46 Milliarden Euro gestiegener Bilanzsumme sehr zufrieden: Volksbank zog Jahresbilanz

Vorstand war mit auf 1,46 Milliarden Euro gestiegener Bilanzsumme sehr zufrieden : Volksbank zog Jahresbilanz

Wer gedacht hatte, dass die Volksbank Rhein-Ruhr schon Mitte des Jahres Quartiers im Innenhafen beziehen würde, weiß seit Montag, dass dies noch gut ein halbes Jahr länger dauern wird. Ende 2015, Anfang 2016 wird man die Zentrale der Bank im Duisburger Innenhafen finden.

So spät? Vorstandssprecher Thomas Diederichs führte aus, dass der verspätete Auszug von Alltours ein Grund dafür ist, dass man erst ab Januar dieses Jahres in das Gebäude konnte. So sind auch derzeit die Bauplanungen noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Baugenehmigung erwartet man in der Chefetage der Volksbank für März. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 12 Millionen Euro angedacht, wobei nun die Chance nutzt, auch Dinge zu bewerkstelligen, die noch nicht unbedingt notwendig sind. "Aber das Gebäude ist jetzt leer und so kann man in Ruhe alles machen, was sinnreich, angebracht, schön und angenehm ist", bekräftigte Vorstandssprecher Thomas Diederichs. So gründlich wie bei der Umgestaltung der neuen Bleibe am Innenhafen ist man jedoch auch bei den Aufgaben, die die Volksbank in ihrem Geschäftsbetrieb normalerweise erledigt.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Volksbank Rhein-Ruhr ihr Jubiläumsjahr mit einer auf 1,46 Milliarden Euro gestiegenen Bilanzsumme und einem Betriebsergebnis weit über dem des Vorjahres abschließen. Dies sei trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase und der weiter gestiegenen regulatorischen Anforderungen gelungen. Dabei hätten sich die Rahmenbedingungen keineswegs verbessert und ein Auslaufen der Niedrigzinsen in den nächsten vier bis fünf Jahren sehe er nicht, erläuterte Thomas Diederichs. Die Notenbank hätte sich zudem mit der Politik des billigen Geldes vieler Einflussmöglichkeiten beraubt. So könne eine Notenbank immer eine Inflation stoppen. Bei einer Deflation sei die Einflussnahme schwierig, wenn die Zinsen schon nahe null lägen. Und auch die Bundesregierung bekam einen Seitenhieb: "Schäuble kann für schwarze Null nichts. Bei Rekordsteuereinnahmen muss eigentlich mehr drin sein als eine schwarze Null. Das halte ich für bedenklich!"

Grundsätzlich habe sich jedoch auch im vergangenen Jahr wieder gezeigt, dass die Strukturen des Genossenschaftssystems dafür sorgen, dass man bestens aufgestellt sei, um im schwierigen wirtschaftlichem Umfeld trotz niedriger Zinsen gute Ergebnisse zu erzielen. So liege das Betriebsergebnis deutlich über zehn Millionen Euro, während im Jahr 2013 "nur" ein einstelliges Ergebnis erwirtschaftet wurde. Wenn die Vertreterversammlung am 22. April zustimmt, wird es eine Dividende von vier Prozent geben. Dies sei weniger als im vergangenen Jahr als es insgesamt — jubiläumsbedingt — 7,5 Prozent Ausschüttung gab. Man plane etwas, weshalb die Ausschüttung geringer sei, ließ sich Thomas Diederichs entlocken. Auch hier müsse jedoch die Vertreterversammlung zustimmen.

(vowie)