: Viele Köpfe für digitale Qualität

: Viele Köpfe für digitale Qualität

Sören Link hat als Oberbürgermeister Duisburgs schon viele Firmen und Unternehmen besucht. Vergangene Woche war er jedoch erstmals bei einem Unternehmen, das noch gar nicht so richtig existiert. Das Center für digitale Qualität, Cendig, befindet sich noch in der Gründung.

Trotzdem verspricht sich der Oberbürgermeister viel von der anstehenden Gründung, denn Duisburg sei im Stahl-, Gesundheits- und Logistikbereich stark und habe auch im IT-Bereich einiges vorzuweisen. Doch mit einer Gründung wie Cendig sei ein entscheidender weiterer Schritt möglich, um Duisburg auch in diesem Bereich zu verstärken.

Der Digitalisierungsdezernent Martin Murrack fügt an: „Auch wir als ‚Konzern Stadt‘ haben Player wie Cendiq im Blick, wenn es darum geht, mit lokalem Know-how smarter zu werden.“

Doch was ist Cendig überhaupt? Grundsätzlich muss man sich das künftige Centrum als eine Art Ärztehaus vorstellen, in dem viele Spezialisten unterschiedlichster Fachrichtungen an einer Lösung arbeiten.

Auf die Informations-Technologie übertragen bedeutet dies, dass es in vielen Unternehmen immer schwieriger wird, digitale Prozesse zu erfassen und zu bearbeiten. Oft sei in Firmen nicht einmal klar, an welchen Stellen es hapert. So könnten Firmen schnell ins Hintertreffen kommen, wenn sie digitale Daten von Kunden nicht entsprechend handhaben können. Da setzen dann die Experten der sechs Unternehmen und der Universität Duisburg an, um als Cendig Strategien und Lösungen für die Problemstellung in den jeweiligen Firmen zu finden.

Dabei verfügt jedes der sechs Unternehmen in seinem jeweiligen Fachgebiet zum Teil schon seit Jahren über fundierte Erfahrungen in IT-Teilbereichen. Aber auch diese Experten stehen vor dem Problem, dass die High-Tech-Branche zunehmend komplexer wird. Konnte früher vielleicht eine einzelne Software den Ansprüchen der Kunden genügen und die Problemlösung bringen, sind heute Aspekte der Datensicherheit, von zuverlässigen Softwareprogrammen, der Datenauswertung und der Bedienerfreundlichkeit der Software zunehmend wichtig.

„Die Kunden können das benötigte Wissen in der Regel nicht selbst vorhalten, vielmehr muss die Expertise extern eingekauft werden. Hier setzen wir an, erhalten die Kunden bei uns doch ein Rund-um-Sorglos-Paket, nachdem wir durch sorgfältige ‚Anamnese‘ feststellen, wo digital ‚der Schuh drückt‘. Ist das ‚Leiden‘ anhand der ‚Symptome‘ erkannt, machen wir ein Angebot für die ‚Heilung‘“, so der Initiator von Cendiq, Alfred Kamper. Das fast alle der beteiligten Unternehmen in oder in unmittelbarer Nähe zum Neudorfer Technologiezentrum liegen, ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen allen Akteuren im Interesse der Kunden.

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