: Vhs mit Fabrik am Start

: Vhs mit Fabrik am Start

Die Volkshochschule kann nach zwei Jahren Pause wieder mit ihrem kompletten Kursangebot im Kreativbereich aufwarten. Die Räume für Bildhauer-, Goldschmiede-, Tischler-, Druckgrafik-und Malkurse sind ab sofort in der Fabrik auf dem Nachbargrundstück zum Stadtfenster an der Steinschen Gasse 32a zu finden.

„Es war ein harter Kampf mit der Politik“, berichtet Bildungsdezernent Thomas Krützberg, aber Oberbürgermeister Sören Link ist sich sicher: Von der neuen Raumlösung „wird Duisburg profitieren.“ Fachbereichsleiterin Claudia Kleinert nennt einen Vorzug: „Hier war früher eine Druckerei. Das heißt: Die Decken halten schweres Gerät aus.“ Hinzu kommt die Nähe zum Vhs-Hauptsitz im Stadtfenster: technische Mitarbeiter sind kurzfristig greifbar. „Wir können hier Fenster öffnen“, freut sich der kommissarische Vhs-Leiter über die ruhige Hinterhoflage und ist sich sicher, dass die Vhs-Kreativen hier, wo Kim Merz einst in der „Factory“ an seinen Hits bastelte, auch vom „Loftcharakter“ inspiriert und möglichst alle früheren Kursteilnehmer zurückgewonnen werden. Und neue dazugewonnen: Schließlich können hier mehr Kurse angeboten werden als in den Räumen im ehemaligen Standort an der Königstraße. Die stehen wegen der umfangreichen Sanierungsarbeiten und einer geplanten Umnutzung nicht mehr zur Verfügung.

18 Kurse laufen hier bereits, ein paar Maschinen müssen noch startklar gemacht werden, dann soll es hier wie früher um die 30 Angebote geben. Die bisherigen Teilnehmer sind von den neuen Räumen jedenfalls hellauf begeistert, berichtet Claudia Kleinert.

Außerdem werden hier ab April auch Kurse des zweiten Bildungswegs angeboten. Wer dann hier seinen Haupt- oder Realschulabschluss nachholt, profitiert auch von der neuesten Generation von Smartboards – noch neuer als die im Stadtfenster – die sich wie ein Tablet oder Smartphone mit Wischbewegungen bedienen lassen. Dass auch die Werkräume über Internetanschlüsse verfügen, macht sie außerdem für den „Makerspace“ noch interessanter.

Die Fabrik, die sich in Privatbesitz befindet, wurde für zunächst 15 Jahre angemietet – mit Option auf Verlängerung.

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