: Verkehrsminister an der B 288

: Verkehrsminister an der B 288

Als der Autor dieser Zeilen vor nunmehr rund 25 Jahren erstmals in der Redaktion des Stadt-Panorama Dienst tat, war die Bundesstraße 288 immer mal wieder Thema.

„Unfallschwerpunkt“, „Lärmbelästigungen“ oder „Umwandlung zur Autobahn“ waren dabei die Schlagworte. Doch passiert ist in dieser Zeit nichts wirklich vorzeigbares. Nach wie vor sind die Schlagworte gleich geblieben.

So bleibt abzuwarten, ob der Ortstermin von NRW-Verkehrsminster Hendrik Wüst am gestrigen Mittwoch, positive Auswirkungen zeitigt. Der Ort, Total-Tankstelle an der B288 / Ecke Uerdinger Straße 130, war jedenfalls gut gewählt, um dem Minister die ganze Problematik aufzuzeigen. An bezeichneter Kreuzung staut sich der Verkehr in den Hauptstoßzeiten auf allen Straßen und Spuren. Abgase und Lärm werden hier zu einer Dauerkulisse, was die Wohnqualität im Umfeld deutlich beeinträchtigt.

Dies könnte sich vielleicht ändern, denn die Pläne die der Minister und die ihn begleitenden Mitarbeiter von Straßen.NRW mitgebracht hatten, sind ambitioniert: So wäre es denkbar, dass die B 88 auf der gesamten Strecke autobahnähnlich ausgebaut wird, wobei der Streckenabschnitt zwischen „Mannesmannacker“ und der Kegelstraße in Troglage, ja vielleicht sogar als Tunnel tiefer gelegt wird. Dies würde den Ortsteil Mündelheim wieder zu einer Einheit machen, denn die B 288 zerschneidet Mündelheim heute. Zudem würde so dafür gesorgt werden, dass der Verkehr insgesamt zügiger, da kreuzungsfrei, fließen könnte.

Trotzdem sind noch viele Probleme zu lösen, denn die unzähligen Lastwagen, die fast allesamt zum oder vom Mannesmannacker kommen, müssen direkt an die B 288 angebunden werden. Hier denke man über Lösungen nach, war zu erfahren, wobei sich alle Anwesenden einig waren, dass der derzeitige Zustand - Anbindung über die Uerdinger Straße - so nicht bleiben dürfe.

Ein weiteres Problem ist die Nutzung der alten im Jahr 1936 fertiggestellten Uerdinger Brücke. Diese ist bekanntermaßen nur zweispurig und damit als vierspurige Autobahnbrücke untauglich. Zudem sei nicht bekannt, in welchem Zustand die Brücke auf lange Sicht sei, bekundete Christoph Jansen von Straßen.NRW im Gespräch mit stadt-panorama: „Hier müssen in nächster Zeit umfassende Untersuchungen erfolgen, um zu ermitteln, mit welcher Standzeit gerechnet werden kann.“ Sollte die Brücke noch viele Jahrzehnte benutzbar sein, würde wohl ein Neubau daneben gesetzt werden, um eine Autobahntauglichkeit zu erreichen.

Autobahn ist zudem ein Stichwort, wenn auch in Zukunft landwirtschaftliche Fahrzeuge diese Rheinquerung benutzen sollen.

„Auf einer Autobahn haben Trecker nichts zu suchen“, war der allgemeine Tenor, weshalb durchaus daran gedacht wird, mit einem Trick zu arbeiten, um einen solchen Verkehr möglich zu machen. Demnach würde die B 288 als A 524 bloß bis zur Brücke Autobahn sein. Über dem Rhein, also auf der Brücke, wäre die Straße weiterhin Bundesstraße.

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