Unschätzbare Dienste für die Stadt

Duisburg feiert mit einer langen Nacht : 100 Jahre Volkshochschule

Die gute Weimarer Republik gab den Volkshochschulen gleich mal Verfassungsrang.

Dieses Jubiläum sei gar nicht hoch genug zu schätzen, waren sich Oberbürgermeister Sören Link, Bildungsdezernent Thomas Krützberg und Vhs-Direktor Volker Heckner einig. Vor 100 Jahren wurde in Duisburg – wie an vielen anderen Orten Deutschlands – die Volkshochschule gegründet. Mit sprach- und Rechenkursen, Staatsbürgerkunde und den bis heute hoch im Kurs stehenden Gesundheitsthemen startete das Programm an Standorten in der Altstadt, Meiderich und Ruhrort. „Das war nach dem Ersten Weltkrieg eine ganz bewusste Entscheidung“, so OB Link: „’Wir wollen Bildung, wir wollen Aufklärung für das Volk’“ – gerade in einer Arbeiterstadt wie Duisburg. Mit Integrationsangeboten und der Möglichkeit, Schulabschlüsse nachzuholen, hob Link nur zwei der vielen unschätzbaren Dienste hervor, die die Vhs bis heute für Duisburg tut.

Das muss gefeiert werden, mit Festschrift und Festakt am 13. September im Stadttheater und mit der langen Nacht der Vhs am 20. September ab 20 Uhr im Stadtfenster und drumherum, mit Wissensquiz um den „Duisburger Sokrates“ bzw. den „Jäger“ Sebastian Jacoby, mit viel Kunst und Musik, mit WDR-Truck und einer Podiumsdiskussion: Der Chef des deutschen Vhs-Verbandes Martin Rabanus, Politikwissenschaftler Martin Florack und WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, der Wahlmoderator der ARD, diskutieren dort ein hochaktuelles Thema: „Meinungsbildung in Zeiten von Fake News und Filterblasen.“ Die Vhs mag die Wahrheit nicht gepachtet haben. Sie ist aber in Duisburg einer ihrer treuesten Verwalter. Demnächst mehr!