Übers Praktikum zum Azubi

Übers Praktikum zum Azubi

Immer dann, wenn Fernseh-Köche locker flockig was zusammen kochen, melden sich auch viele Jugendliche, um Koch zu werden.

Dieses Anschauungsobjekt hat in der Regel jedoch so gar nichts mit der täglichen Arbeit in einer Restaurant- oder Großküche gemeinsam. Dies ist jedoch nur ein Grund, warum die Abbrecherquote bei Ausbildungen im Gast- und Hotelgewerbe so groß ist. "Gut die Hälfte machen die Ausbildung nicht zu Ende", erläutert Frank Schwanz von der Frank-Schwarz Gastro Group. Um hieran etwas zu ändern, haben das Sophie Scholl Berufskolleg Duisburg und das Berufskolleg Dinslaken das Projekt "2 4 U" entwickelt, das am Montag mit der Auftaktveranstaltung in Hamborn an den Start ging. In beiden Berufskollegien werden schulische Bildungsgänge zum/zur staatlich geprüften Assistenten/-tin für Ernährung und Versorgung angeboten. Eben diese Schüler und Schülerinnen hatten am Montag Gelegenheit, sich bei sieben Gastronomie- und Hotelchefs eingehend zu präsentieren, um in ihren Betrieben ein Praktikum zu absolvieren. Hieraus, so hofft man, könnten sich dann die Gelegenheit zu Ausbildungen im Gastgewerbe entwickeln. Die Chefs hegen dabei die Vorstellung, Bewerber zu finden, die schon mit den Gegebenheiten in den Betrieben vertraut sind, wogegen die Jugendlichen schauen können, ob sie denn wohl den richtigen Berufsbereich für sich gewählt haben.

Die Bereichskoordinatorinnen Gesa Plath aus Hamborn und ihre Dinslakener Kollegin Susanne Schoel appellierten gleich zu Anfang des Treffens: "Nehmen Sie diese Chance auf Ausbildung wahr, denn die Betriebe sind stark an qualifiziertem Ausbildungspersonal interessiert."

Mitbeteiligt am Projekt ist auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Nordrhein, der zusammen mit den Berufsschullehrern die zwölf Schüler auswählte, die sich im bisherigen Schulverlauf als besonders interessiert zeigten. Denn für die Betriebe stellt sich zunehmend die Frage "Wo bekomme ich gute Schüler für meine Ausbildung her!" Und auch für die Schüler der beiden Berufskollegien hätte das Berufskolleg mit dem Abschluss "Assistentin für Ernährung und Versorgung" Vorteile, denn dann gäbe es die Chance zu einer verkürzten Ausbildung: Statt drei Jahre "Lehrling" nur zwei, wenn der Betrieb damit einverstanden ist.

(vowie)
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