Traumzeit-Festival 2019: Wiederhören und Neues

Traumzeit-Festival 2019 : Wiederhören und Neues

Am Freitag beginnt die Traumzeit: drei Tage Musikfestival im Landschaftspark Nord mit 40 Bands auf vier Bühnen. Bis gestern Vormittag waren schon 1.732 Festivaltickets verkauft – so viele wie noch nie. Mit auch schon über 1.000 verkauften Tagestickets dürften der Samstag und der Sonntag ausverkauft werden. Aber es gibt ja noch die Umsonst-und-draußen-Bühne.

„Was wir sehen können: Das Stammpublikum wird immer größer“, sagt Gerd Bracht vom Festivalbüro, „die Leute kaufen ihre Tickets früher.“ Noch gebe es aber Festival- und Tagestickets für alle drei Tage.

Die sind wieder voll mit dem, was die „neue“ Traumzeit ohne Jazz und Weltmusik ausmacht: Indie und Alternative zwischen Neuentdeckung und gut abgehangen – gut abhängen kann man ja im Ex-Hüttenwerk. Zum Beispiel am Freitagabend. Erst verpasst der Knappenchor Rheinland dem Festival den Ruhrtraditionsanstrich, später gibt’s ein Wiedersehen mit Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi und Meute. Dazwischen in der Gießhalle gibt’s mit Teenage Fanclub die laut Liam Gallagher von Oasis „zweitbeste Band der Welt“ 1997, die aber z. B. mit „Baby Lee“ auch im neuen Millennium ganz großartige Songs herausgebracht hat. Außerdem Freitag: Berge, Barbara Morgenstern, Sam Vance-Law und umsonst am Gasometer Hourglass, Georg Zimmermann und The Atrium.

Am Samstag ist Metronomy der Headliner auf dem Cowperplatz. Joe Mounts Soloprojekt wird hier zur kompakten Band. In der Gießhalle präsentiert sich u. a. Singer-Songwriter-Senkrechtstarter Rossevelt und in der Gebläsehalle Hauschka, der für sein jüngstes Album auf die Tischtennisbälle im Flügel verzichtet hat. Am Gasometer gibt’s u. a. ein Wiedersehen mit Paperstreet Empire. Um Mitternacht steigt in der Gebläsehalle die „Burn the City“-Aftershowparty.

Am Sonntag sind Traumzeit-Rückkehrer Marcus Wiebusch mit Kettcar und Frank Turner & The Sleeping Souls die großen Namen.

Große bauliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr gibt’s keine; wie gehabt ist neben der Gasometerbühne auch die Gastro-Meile ohne Ticket zugänglich.