Verkehrserziehung an der Sekundarschule Rheinhausen: Thema: "Toter Winkel"

Verkehrserziehung an der Sekundarschule Rheinhausen: Thema: "Toter Winkel"

"Toter Winkel" bei Nutzfahrzeugen — Schulungen für ein aufmerksames Miteinander im Straßenverkehr. Die Dekra, unterstützt von der Polizei und den Wirtschaftsbetrieben Duisburg, schulte Schülerinnen und Schüler.

"Hä, warum ist das Müllauto da angebunden?" Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Rheinhausen/Willi-Fährmann-Realschule in Rheinhausen staunten nicht schlecht, als sie das große vorbereitete Entsorgungsfahrzeug auf ihrem Schulhof entdeckten.

An zwei Tagen im Dezember schulte die Dekra mit Unterstützung der Polizei und den Wirtschaftsbetrieben Duisburg sechs Klassen rund um das Thema "Toter Winkel". Dafür wurde das große Nutzfahrzeug mit Flatterband bespannt und die Fläche, die den "toten Winkel" markierte, bunt auf dem Schulhof aufgemalt. Trotz neuester Technik wie Abbiegeassistenten ist die Botschaft von Alexander Auerswald, Unfallanalytiker bei der Dekra, eindringlich: "Wenn ihr nicht sicher seid, ob die Fahrerin oder der Fahrer euch gesehen hat — bleibt bitte stehen. Der Lkw ist größer und schwerer und wird gewinnen."

Ingo Wiele, Geschäftsbereichsleiter Abfallwirtschaft bei den Wirtschaftsbetrieben, ist es wichtig, die Schulungen zu unterstützen. "Bei uns hat das Thema Sicherheit im Straßenverkehr höchste Priorität. Wir schulen unsere Fahrerinnen und Fahrer und rüsten Fahrzeuge nach. Wir möchten alles tun, um Unfälle zu vermeiden. Hinter den Lenkrädern sitzen am Ende des Tages auch nur Menschen. Deshalb ist es uns besonders wichtig, den Schülerinnen und Schülern die Perspektive aus der Lkw-Kabine zu zeigen. Wir hoffen, dass gegenseitiges Verständnis zu einem sicheren Verhalten auf Straßen und Radwegen führt."

Den Termin initiierte die Polizei Duisburg, die auch an dieser Schule Verkehrserziehung anbietet. Polizeihauptkommissar Markus Merten freut sich, dass das Angebot so gut ankommt. "Die Schülerinnen und Schüler sind in der Regel sehr aufmerksam und machen im theoretischen Teil gut mit. Spätestens, wenn sie dann wirklich hinter dem Steuer des Lkw sitzen und die ganze Klasse im `toten Winkel´ verschwindet, sind sie wirklich beeindruckt."

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