Neues Rechenzentrum der Universität Duisburg-Essen im Logport eingeweiht: Super-Computer am Netz

Neues Rechenzentrum der Universität Duisburg-Essen im Logport eingeweiht : Super-Computer am Netz

"magnitUDE" (englisch für "Größe", zudem kommt das Kürzel der Universität Duisburg-Essen UDE drin vor), so heißt der neue Hochleistungsrechner der Universität Duisburg-Essen, der am Dienstag in Rheinhausen ans Netz ging.

Über einen Großgeräteantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) konnte der Rechner für 3,3 Millionen Euro angeschafft werden. In einem klimatisierten "Hochsicherheitsgebäude", ausgestattet mit Brandschutz-, Notstrom- und Sicherheitstechnik vom Feinsten, steht der wassergekühlte Hochleistungsrechner nun an der Hamburger Straße im Logport. Wo einst unter großer Kohlenhitze aus Eisenerz Millionen Tonnen Stahl im Jahr analog "gekocht" wurden, werden nun mit Wasser und Luft "runtergekühlt" Billionen "Nullen und Einsen" in der Sekunde digital verarbeitet.
Die DU-IT, eine Tochtergesellschaft der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), hat mit dem Standort des Data-Centers in zehn Monaten auf 215 Quadratmetern Grundfläche optimale Bedingungen für den reibungslosen Betrieb geschaffen. "Wir freuen uns, dass wir als Kooperationspartner der Universität dieses komplexe Projekt realisieren und unsere Expertise unter Beweis stellen konnten", resümiert Stefan Soldat, Geschäftsführer der DU-IT.
Vor allem kommt der Rechner dem Center for Computational Science and Simulation (CCSS) an der UDE zugute. Es vernetzt ca. 30 Arbeitsgruppen in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Medizin, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften miteinander.
Mit einer Rechenleistung von mehr als 13.000 modernen "Heimcomputern" zählt der "magnitUDE", zu den 500 leistungsfähigsten "Supercomputern" weltweit. Riesige Datenmengen können hier verarbeitet und komplexe Systeme berechnet, modelliert und simuliert werden - beispielsweise wichtige Voraussetzung zur Entwicklung schadstoffärmerer Motoren oder zur Untersuchung von Stressfaktoren in Arterienwänden.
Der Rektor der Universität Duisburg Essen, Prof. Ulrich Radtke, und der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link waren sich einig, dass diese Investition in den Wissenschaftsstandort Duisburg zugleich auch eine Investition in den Wirtschaftsstandort Duisburg darstellt. "Geht es der Universität gut, dann geht es auch der Stadt gut", freuen sich die Verantwortlichen.

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