Stahl ist wichtiger Faktor für DU

Stahl ist wichtiger Faktor für DU

Bislang war die Reihe „Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog“ vornehmlich Firmen vorbehalten, die mehr oder weniger auf Anhieb als Unternehmen erkennbar waren, die mit vielfältigen Innovationen von sich Reden machen.

Vorletzte Woche ging es jedoch zur Stahlindustrie.

Ein „alter Player“ im Wirtschaftsleben der Stadt, doch Stahl aus der Bundesrepublik kann sich am Markt nur halten, wenn er hoch innovativ ist und den Anforderungen der Weiterverarbeiter gerecht wird. Ein solcher ist die ArcelorMittal Hochfeld GmbH, die den Namen Hochfeld zwar noch im Namen trägt, aber ihre Produktion inzwischen komplett nach Ruhrort verlagert hat.

Paul Tetteroo, Vorsitzender der Geschäftsführung von ArcelorMittal Hochfeld GmbH, ArcelorMittal Duisburg Service GmbH und ArcelorMittal Duisburg GmbH, betont denn auch, dass man sich den Anforderungen des Marktes stellt: „Wir stehen für Qualitätsstahl bester Qualität zum besten Preis!“ Ein Problem dabei ist die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Belegschaft um die 50 Jahre pendelt. „Wir brauchen Nachwuchs, um auch in Zukunft den Anforderungen gerecht zu werden.“

Deshalb hat man vor einem Jahr eine komplett neue Ausbildungswerkstatt in Betrieb genommen, die den derzeit 76 Auszubildenden in sechs Berufsgruppen die Rahmenbedingungen liefert, um die Ausbildung erfolgreich abschließen zu können. Und nicht nur das, denn bei einem erfolgreichen Abschluss, werden die „Lehrlinge“ grundsätzlich übernommen. „Ein guter Grund, mir die Bedingungen vor Ort im Rahmen meines Wirtschaftsdialogs schildern zu lassen. Auch ist es mir wichtig, hier nicht nur mit den Arbeitgebern, sondern auch mit den Arbeitnehmern ins Gespräch zu kommen. Die ‚Metaller‘ verfügen traditionell über starke Gewerkschaften. Und das ist auch gut so, wurde hier doch bereits in Vergangenheit und Gegenwart daran geschraubt, Beschäftigung und Ausbildung fit für die Zukunft zu machen – gemeinsam und konstruktiv“, betont Duisburgs Stadtoberhaupt Sören Link.

Und Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), der die Stadtspitze in der Wirtschaftsdialogreihe begleitet, bekräftigt: „Wer in die Ausbildung seiner Mitarbeiter investiert und Übernahmeoptionen in Aussicht stellt, der erhält motivierte Fachkräfte mit Standortbindung. Das hier zwischen den Betriebsparteien geschlossene Ausbildungs- und Beschäftigungsbündnis schafft und sichert Arbeitsplätze.“

Und dabei ist die Angebotspalette groß, denn das Stahl von ArcelorMittal in der Automobilindustrie weiterverarbeitet wird oder als Kurbelwellen für große LKW Verwendung findet, kann man sich ohne Probleme vorstellen.

Auch das aus dem Draht Schrauben, Bolzen und Kupplungsstangen oder als Ventilfederstahl in PKWs eingesetzt wird, mag Niemanden wirklich verwundern.

Das Duisburger Stahl aber auch als Feder in Kugelschreibern ist schon eher. Doch auch der, der den Verschluss von Champagnerflaschen aufdreht, hat Stahl aus Ruhrort in der Hand.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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