St. Anna bekommt Neubau

Seit vorvergangener Woche ist der Haupteingang am Malteser Krankenhaus St. Anna geschlossen. Besucher müssen aber kaum einen Umweg gehen, denn der provisorische Eingang liegt rechts daneben.

Nachdem in der vergangenen rund zwei Jahren schon im Innenbereich des Krankenhauses viel renoviert und zum Teil gänzlich neu gebaut wurde, stehen jetzt Veränderungen an, die das Erscheinungsbild des Krankenhauses gänzlich verändern werden.

Davon wird man sich auch recht schnell einen Eindruck machen können, denn bereits im Oktober 2018 soll der Rohbau des neuen Krankenhauskomplexes fertig gestellt sein. Etwa ein Jahr später - also im Herbst 2019, soll der Neubau dann in Betrieb gehen.

Dabei steht der Gedanke der kurzen Wege im Blickpunkt, was sowohl dem Patienten als auch den Mitarbeitern hilft, denn die neue zentrale Notaufnahme, die im neuen 3.000 Quadratmeter umfassenden Komplex eingerichtet wird, verfügt über eine zentrale Liegendanfahrt. Neben der Notaufnahme wird hier auch die neue Endoskopie angesiedelt. Direkt darüber wird die Intensivstation mit integrierter Wartezone gebaut, die wiederum direkt neben dem Operationsbereich liegen wird.

Zudem wird der Anfahrtbereich für Notaufnahme und „normale“ Liegendanfahrten getrennt. Dies gilt im übrigen auch jetzt für die Zeit des Umbaus: Während alle Notfälle weiter den bisherigen Eingang nutzen können, müssen alle anderen Krankentransporte und alle Taxis zum Hintereingang des St. Anna fahren. Dafür wurden extra die entsprechenden Wege verbreitert.

Insgesamt investiert die Malteser Rhein-Ruhr gGmbH zwischen 35 und 40 Millionen Euro in das St. Anna. Dr. Bernward Schröder, verantwortlicher Geschäftsführer für den Bereich Bau, zeigte sich zuversichtlich, dass die Planungen auch umgesetzt werden können, so dass sich im Jahr 2020, nach Abschluss aller Arbeiten im Außenbereich, das St. Anna modern, funktionell und menschenwürdig präsentieren wird.

Darauf freut sich auch schon der seit Februar diesen Jahres im Amt befindliche neue Geschäftsführer für den Bereich Krankenhaus, Hauke Schild: „Ich bin hier sehr freundlich empfangen worden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere gesteckten Ziele in diesem Jahr erreichen werden und blicke sehr positiv in die Zukunft, gerade, wenn wir im St. Anna dann auch baulich fertig sind.“

Sein Wechsel zu dem Maltesern begründet er damit, dass ihn das Konzept des Krankenhausträgers überzeugt habe: „Ich sehe einen großen Unterschied zu privaten Krankenhausträgern. Sicherlich müssen auch wir wirtschaftlich arbeiten, aber hier steht der Patient immer im Vordergrund. Das Motto ‚Malteser…weil Nähe zählt‘ ist nicht nur ein Floskel“, beschreibt der 41-Jährige, der sich auch darüber freut das sein Weg zur Heimat in Meerbusch nun nicht mehr soweit ist.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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