Satter Überschuss im Haushalt der Stadt Duisburg

Sparhaushalt der Stadt Duisburg : Harter Sparkurs, sattes Plus

Die Stadt Duisburg schließt das Haushaltsjahr 2018 mit einem Gesamtüberschuss von 46,9 Millionen Euro (Vorjahr: 15 Millionen) ab. In den letzten vier Jahren konnten 430 Millionen Euro Schulden abgebaut werden.

Es war das vierte Jahr in Folge mit einem positiven Ergebnis. Im Rahmen des Stärkungspakts Stadtfinanzen ist Duisburg zu strenger Haushaltsdisziplin verpflichtet; im Gegenzug unterstützt das Land die Konsolidierungsbemühungen mit finanziellen Hilfen, die sich im vergangenen Jahr auf rund 31 Millionen Euro beliefen. Diese Hilfen reduzieren sich 2019 auf rund 20 und 2020 letztmalig auf rund 10 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Sören Link sieht seinen Sparkurs bestätigt: „Zieht man die einmaligen Sondereffekte sowie die Stärkungspakthilfe vom Ergebnis ab, hat Duisburg – zum ersten Mal seit 1992 – den strukturellen Haushaltsausgleich aus eigener Kraft geschafft. Daher ist es auch gerechtfertigt, die personelle Situation in der Verwaltung zum Wohle der Bürger deutlich zu verbessern.“ Link kündigte an, 117 zusätzliche Stellen zu besetzen.

Zwar habe zum positiven Ergebnis auch ein Einmaleffekt beigetragen – eine Rückzahlung des Landschaftsverbandes Rheinland – „doch insgesamt haben sich die Sparanstrengungen gelohnt, die wir seit Jahren gefordert haben“, so CDU-Ratsfraktionschef Rainer Enzweiler. Er lobte auch den Schuldenabbau von rund 430 Millionen Euro. „Das ist eine bemerkenswerte Summe, immerhin ein Drittel der Kassenkredite von aktuell 1,35 Milliarden Euro.“ Eine Altschuldenregelung mit Hilfe von Bund und Land, wie von Kämmerer Martin Murrack gefordert, sei aber unumgänglich.

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