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Rhineheart als Umweltpreis

Rhineheart als Umweltpreis

Erstmals wurde auf der "boot" in Düsseldorf der internationale Umweltpreis "Moby Dick" verliehen. Die Trophäe ist ein guter Duisburger Bekannter!

Im Binnenschifffahrtsmuseum steht prominent und weiß poliert das Gussmodell und wartet weiter darauf, in Bronze gegossen und auf der Mühlenweide oder anderswo am Rhein aufgestellt zu werden: Rhineheart, das Denkmal für den weißen Wal, der am 18. Mai 1966 in Duisburg auftauchte. Schöpfer Jörg Mazur wollte mit dem Namen darauf anspielen, dass der Beluga in der seinerzeit ziemlich trüben Rheinsoße den Anstoß zu den ersten Umweltschutzmaßnahmen gab.

Jetzt hat ein kleiner Bronzeabguss der Skulptur, deren Gussform Mazur während der Akzente 2015 live an verschiedenen Standorten aus hellblauem Styrodur schnitzte, wieder den populäreren Namen "Moby Dick" erhalten. In fast piratenhafter Einzelkämpferinitiative hat der Düsseldorfer Spediteur Udo Stern dafür gesorgt, dass ein Zusammenschluss von etwa 20 kleinen und mittelständischen Unternehmen jährlich auf der Messe "boot" in Düsseldorf einen Umweltpreis vergibt — in Form einer Spende und der Moby-Dick-Büste als Wanderpokal. Es gab wohl Unmut, dass kein Werk eines Düsseldorfer Künstlers genommen wurde, allein: Überzeugender ist der Wunsch nach sauberen Gewässern in einer Figur nicht auszudrücken, als es Jörg Mazur gelungen ist. Mit der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd wurde auch ein mehr als würdiger erster Preisträger gefunden — auch das war angesichts der Ankündigung Japans, mit dem Walfang wieder anzufangen, durchaus ein Politikum in der "Japanerstadt" Düsseldorf.

(Niederrhein Verlag GmbH)