: Rat muss Montag Weg frei machen

: Rat muss Montag Weg frei machen

Seit 2015 ist die ehemalige Bahnfläche des Rangierbahnhofs Wedau in aller Munde, wenn es um neue Wohnflächen in Duisburg geht. Wenn der Rat am Montag entsprechend entschließt, ist der Weg frei, die Entwicklung der Fläche in Angriff zu nehmen.

Formal steht dann jedoch am Freitag noch ein Beschluss des Aufsichtsrats der GEBAG an, der in einer Sondersitzung den Erwerb der Grundstücke beschließen muss. Konkret will die GEBAG dafür eine Tochtergesellschaft gründen, die GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft mbH heißen soll. „Damit bündeln wir unsere Kompetenzen in der Flächenentwicklung zukünftig in einer eigenen Gesellschaft“, so Bernd Wortmeyer, Geschäftsführer der GEBAG. Denn die Investitionen sind gewaltig: Neben dem Grundstückskaufpreis fallen alleine für die Südfläche Entwicklungs- und Erschließungskosten in Höhe eines knapp dreistelligen Millionenbetrages an.

Wenn auch der GEBAG-Aufsichtsrat dem Erwerb der Flächen zugestimmt hat, ist der weitere Weg für die Entwicklung von 6 Seen Wedau bereitet. Ende des Jahres 2019 werden die ersten Baumaßnahmen in Wedau (Süd) beginnen. Zunächst muss der Lärmschutzwall in seiner gesamten Ausdehnung errichtet werden. Außerdem entsteht am südlichen Rand des neuen Baugebietes eine neue Kleingartenanlage. Unabhängig davon läuft bereits das mehrstufige Auswahlverfahren für einen Investor für das Nahversorgungszentrum. Auch die Grundstücke für die Wohnbebauung werden in einem Vergabeverfahren an Investoren vergeben; so wird höchste städtebauliche Qualität der zukünftigen Bebauung sichergestellt.

Oberbürgermeister Sören Link: „6 Seen Wedau ist einzigartig – in einer Dimension und Strahlkraft, die weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus gehen wird. Ich freue mich, dass wir in Duisburg nun eines der größten und wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen Wirklichkeit werden lassen können. Alle Beteiligten haben für diese Chance hart gearbeitet.“

Und auch Planungsdezernent Martin Linne gibt sich sicher: „Mit diesem städtebaulichen und wohnungspolitischen Vorzeigeprojekt hat Duisburg nun die großartige Chance, eine regional bedeutsame Quartiersentwicklungen zu realisieren. Durch die Zusammenarbeit mit der städtischen GEBAG und dem jetzt möglichen Grundstückserwerb bestehen nun optimale Voraussetzungen, eine qualitativ hochwertige Stadtentwicklung für Duisburg und die Region umzusetzen.“

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