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Quartiersbüro Hochheide eröffnet

Quartiersbüro Hochheide eröffnet

Nach langjährigen Planungen, Fördergeld-Akquise und Hochhausaufkauf durch die Stadt Duisburg, geht das integrierte Handlungskonzept für das Quartier Hochheide mit dem anstehenden Abriss von zunächst zwei "Weißen Riesen" und der heutigen Eröffnung des Quartiersbüros an der Moerser Straße 245 in seine konkrete Anwendungsphase.

Getragen von der landeseigenen Gesellschaft für Stadt- und Quartiersentwicklung NRW.Urban in Kooperation mit der Wohnbund-Beratung NRW steht das Büro als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger des Fördergebietes "Soziale Stadt Homberg-Hochheide" (siehe Plan) zur Verfügung.

Das Gesamtvolumen für die Sanierungsmaßnahme in Hochheide liegt bei rund 28 Millionen Euro. Allein für den Abriss eines Hochhauses sind 3,5 Millionen Euro eingeplant. Zunächst wird der „Weiße Riese“ an der Friedrich-Ebert-Straße 10-16 rückgebaut und dann der an der Ottostraße 24-30. Je nach Ausgang des Rechtsstreits um den dritten an der Ottostraße 54-56, soll auch dieser „fallen“. Noch ist nicht klar, ob die Hochhäuser klassisch abgetragen oder gar gesprengt werden. Nicht zuletzt muss vorab auf Schadstoffe wie Asbest und PCB untersucht werden. Foto: Amt für Stadtentwicklung

Oberbürgermeister Sören Link: "Das Quartiersbüro steht allen Bürgerinnen und Bürgern aus dem Fördergebiet "Sozialen Stadt- Homberg-Hochheide" offen und unterstützt die Stadt Duisburg in ihrem Bemühen, den Ortsteil Hochheide im Rahmen einer "Städtebaulichen Sanierungsmaßnahme" nachhaltig aufzuwerten."

Im Rahmen des Sanierungsprojektes können Grundstückseigentümer im Fördergebiet „Soziale Stadt Homberg-Hochheide“, gekennzeichnet mit der grünen Linie, sich nicht nur im Quartiersbüro über die Planungen und den Fortschritt der Sanierungsmaßnahme informieren, Anregungen oder Beschwerden äußern, sondern sich auch hinsichtlich eigener Gebäudesanierung beraten lassen und ggf. Fördergelder erhalten. Foto: NRW.Urban

Carsten Tum, Beigeordneter, erläutert die weiteren Aufgaben: "Das Quartiersbüro nimmt Bürgeranliegen, Bürgeranregungen und Beschwerden zur Ortsteilentwicklung entgegen und erarbeitet gemeinsam mit den Bürgern Wege und Lösungsmöglichkeiten für die zusammengetragenen Probleme. Eine intensive Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben im Ortsteilzentrum, ein Vorschlagswesen zur Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung des Nahversorgungszentrums und dem Abbau von Leerständen gehören ebenfalls zum Aufgabenprofil."

Darüber hinaus gehören Beratung und Betreuung von Antragstellern für das Fassadenprogramm und das Management für den so genannten Verfügungsfonds (jährlich 20.000 Euro) zu den zentralen Aufgaben des Quartiersbüros. Mit dem Verfügungsfonds können Projekte, Aktionen und Maßnahmen durch öffentliche Mittel unterstützt werden, die gemeinsam mit den Quartiersbewohnern entwickelt bzw. durch die Quartiersbewohner vorgeschlagen wurden.

Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann ruft die Sanierungsbetroffenen auf, die Dienste des Quartiersbüros in Anspruch zu nehmen und sich einzubringen, um Hochheide voranzubringen.

Öffnungszeiten des Quartiersbüro: dienstags 14 bis 16 Uhr, mittwochs 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Telefon: 0175/4386234 .

(Niederrhein Verlag GmbH)