Polizei ermutigt zu besserer Sicherung

Polizei ermutigt zu besserer Sicherung

Auch am Donnerstag vergangener Wochen haben Diebe mehrere Fahrräder im gesamten Stadtgebiet gestohlen.

Der Diebstahl eines Rades auf der Dorfstraße in Mündelheim zwischen etwa 6.45 und 7.45 Uhr veranlasst die Polizei, noch einmal zu verstärkten Schutzmaßnahmen aufzurufen. Denn das hochwertige Elektrofahrrad der Marke Kalkhoff, das dort abhanden kam, war nur mit einem Zahlenschloss gesichert, aber nirgends angekettet. So nahmen die Diebe das Rad einfach samt Schloss mit. Die Polizei rät daher: Anschließen statt Abschließen — Schließen Sie Ihr Fahrrad immer mit einem massiven Schloss am Rahmen an einem festen Gegenstand an. Ungeeignet sind Schlösser, die nur die Räder blockieren, da Diebe das Rad ohne Mühe wegtragen und verladen können. Auch dünne Bügelschlösser, Ketten oder (Spiral-)Kabel bieten keine Sicherheit, da sie schnell und leicht durchtrennt werden können.

Und auch der, der sein Fahrrad nur mit einem Radschloss sichert, macht es den Dieben leicht. Das Rad muss auch angekettet sein, fordert die Polizei. Foto: vowie

Um den Fahrraddieben die Stirn zu bieten, erstellte eine Arbeitsgruppe des Polizeipräsidiums Duisburg schon im Jahr 2017 ein Konzept zur Bekämpfung des Fahrraddiebstahls. Hierdurch konnte die Anzahl der Duisburger Fahrraddiebstähle von 2.604 Fällen im Jahr 2017 auf 1.973 Fälle im Jahr 2018 reduziert werden. Im Bereich der Prävention sind aber auch die Fahrradbesitzer gefordert, betont die Polizei.

Zudem gibt es häufig ein weiteres Problem, dass den Beamten ihre Arbeit nicht erleichtert: Wenn Fahrräder wiedergefunden werden, können viele nicht mehr ihren Eigentümern zugeordnet werden, weil in den Diebstahlsanzeigen Angaben zu individuellen Kennzeichen fehlen. "Stellen Sie daher die Fahrradrahmennummer fest. Lassen Sie Ihr Rad vom Händler, der Polizei oder einem Fahrradclub codieren oder auf andere Art dauerhaft individuell kennzeichnen", lautet die Forderung der Polizei und fügt an: "Tragen Sie entsprechende Informationen in einen Fahrradpass ein."

Und den gibt es als Printversion, aber auch als kostenlose App für iPhones sowie Android-Smartphones. Dabei hat die App einige Vorteile: Es können alle Daten, die zur Identifizierung eines gestohlenen Fahrrads und für die Suche nach dem Eigentümer wichtig sind, problemlos gespeichert werden: die Rahmen- und Codiernummer, Angaben zu Radtyp, Hersteller und Modell, eine genaue Beschreibung des Rads sowie Fotos. Alle Daten können zudem ausgedruckt oder per Mail im Textformat oder als PDF-Anhang verschickt werden, zum Beispiel, um sie im Notfall sofort an die Polizei beziehungsweise den Versicherer weiterleiten zu können. Zudem hat der Radbesitzer die Daten auf dem Smartphone immer dabei und muss nicht erst den Pass suchen. Hilfreich ist außerdem, dass sich die Angaben mehrerer Räder über die App problemlos verwalten lassen.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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