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7. VLN Lauf am Nürburgring: Haribo Racing mit dem Duisburger Rennfahrer Lance David Arnold Zweiter: Pole und Podium

7. VLN Lauf am Nürburgring: Haribo Racing mit dem Duisburger Rennfahrer Lance David Arnold Zweiter : Pole und Podium

Im siebten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring vergangenen Samstag, konnte das Haribo Racing Team mit dem Duisburger Rennfahrer Lance David Arnold den zweiten Platz belegen.

Beim Zeit-Training am Morgen konnte Arnold - auch aufgrund einer tollen taktischen Leistung - zeigen, was in ihm steckt. Sein letzter VLN-Lauf in 2017 war Lauf 2. Das ist lange her. Vielleicht war er auch deshalb ganz heiß darauf, die Poleposition zu holen. Quasi in der letzten Runde erzielte er mit einer Zeit von 7:57,442 die Tagesbestzeit, damit war Startplatz 1 erkämpft. Zweite im Zeit-Training wurden Dieter Schmidtmann, Heiko Hammel und Felipe Fernandez Laser auf einem Renault R.S.01 (#55) vor Michael Christensen und Kevin Estre auf einem Manthey Racing Porsche GT3 R (#911).

Lance David Arnold mit dem Haribo-Mercedes AMG GT3 im Streckenabschnitt "Schwalbenschwanz" auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Foto: van Plüren

Der Start des Rennens begann wieder pünktlich um 12 Uhr. Insgesamt 165 Fahrzeuge aus dem Zeit-Training gingen in drei Leistungsgruppen an den Start, von denen 145 die Zielflagge sahen. Lance David Arnold behielt nach einem gelungenen Start seine Spitzenposition und konnte diese trotz harter Attacken durch den Manthey-Porsche lange Zeit verteidigen. Die Zuschauer an der Strecke waren begeistert. Durch unterschiedliche Boxenstopps setzte sich der Manthey-Porsche schließlich ab der Mitte des Rennens an die Spitze und ließ sich den Sieg bis zum vorzeitigen Rennende nicht mehr nehmen. Das Rennen wurde nach dreieinhalb Stunden wegen eines größeren Unfalls zwischen Fuchsröhre und Adenauer Forst unterbrochen. Glücklicherweise blieben alle beteiligten Fahrer unverletzt, jedoch befanden sich Schmutz und Fahrzeugteile auf der Strecke, so dass sich die Rennleitung entschloss, das Rennen nicht mehr fortzuführen und der siebte Lauf der VLN wurde nach 21 gefahrenen Runden beendet.

Die Haribo-Fahrer beim 7. Lauf der VLN (vl): Lance David Arnold, Mario Farnbacher und Daniel Juncadella. Foto: van Plüren

Sieger wurden Michael Christensen und Kevin Estre auf ihrem Manthey Racing Porsche GT3R. Das Haribo-Team hatte zum Zeitpunkt des Abbruchs den zweiten Platz sicher, auch wenn der Drittplatzierte BMW M6 GT3 (#100) von Walkenhorst Motorsport den Rückstand Runde für Runde bis auf 13,970 Sekunden verringern konnte. Endlich mal wieder ein Podiumsplatz für das Haribo-Team und Lance David Arnold in der VLN. Lance David Arnold hatte sich übrigens erstmals die Cockpitarbeit mit DTM-Ersatzfahrer Daniel Juncadella und Mario Farnbacher geteilt. Auch diesen Fahrern gilt große Anerkennung.

"Wir haben heute nicht den Sieg verloren, sondern den zweiten Platz verdient gewonnen", freute sich Lance David Arnold über die zweite Podestplatzierung der Bonner Mannschaft, die beim zweiten VLN-Lauf ebenfalls auf den zweiten Platz gefahren war.

Zwei Rennen stehen für 2017 jetzt noch auf dem VLN-Programm am Nürburgring: am 7. Oktober und 21. Oktober. Mal sehen, wie sich die Duisburger Rennfahrer hier präsentieren. Am 25. November findet dann die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrungen und Pokalübergaben statt. Dann geht die VLN am Nürburgring in die Winterpause.

Duisburger Beteiligung in anderen VLN-Klassen:

Unter den 171 gemeldeten Fahrzeugen befand sich auch wieder der Duisburger Benjamin Leuchter mit seinem Teamkollegen Andreas Gülden auf einem VW Golf GTI TRC (#802). Nach zwei Ausfällen bei Lauf 5 und 6 war man natürlich heiß darauf, einen guten Platz im Gesamtklassement zu erzielen. Noch mehr zählt allerdings für die beiden die separate Wertung in der TCR-Klasse. Die vor dem Start vorhandene Zuversicht blieb bereits im Zeit-Training auf der Strecke. Aufgrund einer Strafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse landete man auf Startplatz 47. Im Rennen selbst wurde von Beginn an gekämpft. Am Ende sprang der Klassensieg heraus sowie ein 28. Platz im Gesamtergebnis.

Wolfgang Müller aus Duisburg, der für von Pro Handicap an den Start geht, kommt in diesem Jahr nicht richtig in Fahrt. Es gibt immer noch Probleme mit dem neuen Fahrzeug, so dass der neue Audi noch nicht eingesetzt werden konnte. Wolfgang Müller und sein Teamkollege Jürgen Klein mussten daher weiterhin den altgedienten Audi TTs über die Nordschleife jagen. Platz 132 nach dem Zeit-Training und ein nicht ganz zufriedenstellender 116. Platz im Gesamtklassement waren dennoch okay, immerhin hat der Audi bis zum Rennende durchgehalten.