Netzwerken, beraten, koordinieren

Netzwerken, beraten, koordinieren

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW) stellt sich vor. Heute im Porträt: Christian Folgner, Diplom Volkswirt und Projektmanager bei der GFW.

Was haben die Mitarbeiter der GFW im Arbeitsalltag für Aufgaben? Und wie sieht er aus, der Kontakt zu den Unternehmen vor Ort? Wir haben mal einen Blick hinter die Kulissen der Wirtschaftsförderung geworfen, und uns einzelne Mitarbeiter herausgepickt, deren Aufgabenfelder wir in den kommenden Wochen vorstellen möchten. Los geht es mit Christian Folgner.

Christian Folgner ist einer von den Mitarbeitern, die schon lange bei der GFW angestellt sind. „Die GFW und ich feiern in diesem Jahr Silberne Hochzeit“, verrät der 56-Jährige augenzwinkernd. 25 Jahre im Unternehmen. Das ist mal eine Ansage. Der gebürtige Lüner weiß genau, warum er jedes Mal wieder gerne von Lünen nach Duisburg zur Arbeit pendelt. „Mir macht meine Arbeit Spaß. Sie ist vielfältig und interessant. Jeder Tag gestaltet sich anders, das macht es für mich aus.“ Bei der GFW hat Christian Folgner zwei Hauptaufgaben. Einerseits ist er Firmenbetreuer für Unternehmen aus dem Duisburger Süden. Auf der anderen Seite kümmert er sich um die Beratung der Firmen, die öffentliche Fördermittel beantragen wollen.

Als Firmenbetreuer ist er der zentrale Ansprechpartner bei Problemen jeglicher Art. „Das kann beispielsweise ein Genehmigungsverfahren, eine neue Beschilderung oder ein neuer Breitband-Internetanschluss sein. Die Probleme und Aufgaben variieren stark. Wenn ich morgens zur Arbeit komme, weiß ich jedenfalls nie, was mich in den nächsten Stunden so erwartet“, verrät der leidenschaftliche Borussia Dortmund-Fan. Akten werden bei der GFW jedenfalls nicht von rechts nach links sortiert: „Wir fahren raus und sind vor Ort bei unseren Kunden.“ Christian Folgner ist dann so eine Art Mediator und Verknüpfer: „Wir sind das Bindeglied zwischen den Betrieben und den Behörden. Wir koordinieren und holen die Beteiligten zusammen an einen Tisch.“

So zum Beispiel beim Thema Breitband-Internet. Da müssen dann Mitarbeiter im Unternehmen befragt, die Leistungsstärke der Verbindungen und die Qualität der vorhandenen Leitungen und Knotenpunkte eruiert werden. Anschließend gilt es, die zuständigen Mitarbeiter der Stadtwerke, den Breitbandbeauftragten der Stadt Duisburg und die entsprechenden Mitarbeiter der Anbieter zusammen zu bringen. „Da sitzen dann schon mal schnell ganz schön viele Beteiligte an einem Tisch“, berichtet Christian Folgner.

Das Thema Öffentliche Fördermittel ist ein breit gefächertes und kompliziertes. Es gibt den Bund, das Land und die EU, die Fördermittel z.B für Betriebserweiterungen, Existenzgründungen oder Investitionen in Umweltschutz und Energiesparen bereitstellen. Es existieren Beratungskostenzuschüsse für Gründungsberatungen und für Unternehmen ab dem dritten Geschäftsjahr, die so genannten Potenzialberatungen. Bei alledem gibt es immer wieder Kleinigkeiten, Fristen, Details, die sich ändern. Also braucht es einen, der all das im Auge behält, den Kunden einen Überblick verschafft, aus dem Förderdschungel passgenaue Maßnahmen heraussucht, vorstellt und abklopft, wie die Chancen auf Förderung für das Unternehmen stehen. Und auch hier hilft die Erfahrung und die Vernetzung von Christian Folgner, der im engen Austausch mit den Förderbanken, hier insbesondere die „NRWBank“ des Landes, und den Mitarbeitern des Arbeits- und Wirtschaftsministeriums steht. Und dann ist da noch was: „Ich helfe den Unternehmern auch beim Ausfüllen der Förderanträge. Das sieht auf den ersten Blick immer einfach aus. Ist es aber nicht. Denn der Teufel steckt im Detail.“

(Niederrhein Verlag GmbH)
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