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Mobilität schafft Wohlstand

Mobilität schafft Wohlstand

„Nicht jedem ist die Bedeutung einer intakten Infrastruktur bewusst“, bekundete Landeswirtschaftsminister Hendrik Wüst am Montag bei der Gründung des Bündnisses „#GemeinsamMobil für Duisburg und den Niederrhein“ im Saal der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer.

Und IHK-Präsident Burkhard Landers fügt an: „Wenn die Infrastruktur nicht funktioniert, sind alle betroffen“. Deshalb müsse die Bedeutung einer funktionierenden Infrastruktur stärker in das Bewusstsein der Menschen vor Ort gerückt werden, waren nicht nur Wüst und Landers sondern auch Hafenchef Erich Staake und DGB-Chefin Angelika Wagner überzeugt, wobei letztere anfügte, dass Duisburg täglich fast 80.000 Menschen als Einpendler als auch als Auspendler zähle. Zudem seien viele Menschen als Lkw-Fahrer, Buslenker, Kurierfahrer oder Taxifahrer in der Region direkt Teil der Mobilität.

Drei Punkte müsse man angehen, um den Wirtschaftsstandort krisenfester zu machen: Geld, schnellere Planung und die Menschen mitnehmen, beurteilte Burkhard Landers, wobei der erste Punkt glücklicherweise kein wirkliches Thema sei, denn Bund und Land hätten Finanzierungsmittel für die Verkehrsinfrastruktur bereit gestellt. Und auch beim Thema Personal ließ der Verkehrsminister optimistischer in die Zukunft blicken, denn bereits im Jahr 2018 seien 50 neue Planer eingestellt worden. Und auch für das Jahr 2019 versprach Hendrik Wüst nochmals 50 neue Planerstellen.

Nun gehe es darum, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit einer funktionierenden Infrastruktur zu schaffen, denn ein Tag Sperrung der A40-Rheinbrücke schlage mit rund 1,2 Millionen Euro pro Tag zu Buche. „Staus gefährden Arbeitsplätze“, mahnte Angelika Wagner und Hafenchef Erich Staake assistierte: „Wir haben in den vergangen Jahren rund 50.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.“ Das regionale Handeln habe dabei durchaus eine europäische, wenn nicht gar weltweite Bedeutung, denn die Mitbewerber würden durchaus mit den Versäumnissen bei der Infrastruktur Werbung machen. Dabei gehe es nicht nur darum, neue Straßen, Schienen und Kanäle zu bauen, sondern auch neue Wege zu bestreiten, um unnötige Wege zu vermeiden, die vorhandene Infrastruktur besser auszulasten oder auch multimodale Verkehrskonzepte zu entwickeln, bemerkte Erich Staake.

So sei es das vordringliche Handeln schnell Lösungen zu finden, was man bei der Planung der neuen A 40 Brücke mit nur einem Jahr zum Planfeststellungsverfahren bewiesen habe. Bei der A 59 hingegen habe sich die Stadt mit ihrem Tunnel-Vorschlag viel Zeit gelassen. Wichtig sei jedoch die Bedarfsgerechtigkeit, meinte Hendrik Wüst und fügte an: „Ein Tunnel ist sicher ein netter Aspekt der Stadtförderung“, ließ aber zugleich durchblicken, dass Bund und Land dafür keine Mittel zur Verfügung stellen würden: „Da muss die Stadt Geld mitbringen!“

(Niederrhein Verlag GmbH)