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Deutschlandweit durchsuchte die Polizei gestern Gebäude des Rockerclubs: MC Satudarah ist jetzt verboten

Deutschlandweit durchsuchte die Polizei gestern Gebäude des Rockerclubs : MC Satudarah ist jetzt verboten

Nachdem im vergangenen Jahr der Duisburger Satudarah-Chef verhaftet und wegen Drogen- und Waffenhandels zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, war die Hoffnung groß, dass sich damit die Bedrohung durch die kriminellen Rocker erledigt hatte.

Das scheint mitnichten so zu sein, denn gestern durchsuchten Sondereinsatzkommandos der Polizei deutschlandweit Vereinsheime des Rockerclubs, auch in Rheinhausen an der Hochemmericher-/ Ecke Günterstraße. Seit der Gründung des ersten Chapters in Duisburg im Jahr 2012 habe die NRW-Polizei Satudarah genau beobachtet, konsequent ermittelt und die nötigen Beweise gesammelt, erläuterte Landesinnenminister Ralf Jäger: „Diese intensiven Polizei-Ermittlungen haben wichtige Erkenntnisse gebracht und die Basis für das bundesweite Verbot gelegt!“ Und weiter: „Es geht nicht um motorradbegeisterte Menschen und Lagerfeuerromantik – es geht um gefährliche Banden, die ausschließlich Bedrohung, Erpressung und Gewalt im Sinn haben.“ Allein in NRW wurden an zehn Orten 46 Objekte durchsucht. Aber auch in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachen und Bremen war die Polizei nicht untätig. Mit den Durchsuchungen einher ging ein Verbot jeder Tätigkeit im Land. Zudem sind die deutschen Teilorganisationen des Vereins verboten.

Foto: Probst/Archiv Foto: Foto: Polizei Essen

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière erklärt hierzu: „Mit der heutigen Verbotsmaßnahme stellen Bund und Länder ihre Entschlossenheit unter Beweis, gemeinsam mit allen rechtsstaatlichen Mitteln gegen kriminelle Rockergruppierungen in Deutschland vorzugehen. Bund und Länder werden den gemeinsamen Kampf gegen alle Erscheinungsformen Organisierter Kriminalität weiter verstärken.“

(Niederrhein Verlag GmbH)