: Maker-Day im Stadtfenster

: Maker-Day im Stadtfenster

Stadtbibliothek und Volkshochschule laden mit zahlreichen Partnern am Samstag, 28. September, von 11 bis 15 Uhr zum 4. Duisburger „MakerDay“ ins Stadtfenster ein. In diesem Jahr ist der Duisburger MakerDay erstmals auch im Programm der „Talenttage Ruhr“.

Dass die Welt immer digitaler wird, ist inzwischen eine Binsenweisheit. Was dies im Einzelnen bedeutet, kann man beim 4. Duisburger MakerDay im Stadtfenster nicht nur sehen, sondern in verschiedenen Workshops auch hautnah selbst erfahren. Die Maker-Bewegung hat inzwischen auch Duisburg erfasst. An vielen Schulen, Hochschulen, in Initiativen und Projekten arbeiten Menschen unterschiedlichen Alters wie selbstverständlich mit 3D-Druckern, Lasercuttern, Mikrocontrollern, Robotern, Photovoltaikzellen und allem, was sich irgendwie für die eigenen Zwecke nutzen lässt. „Von daher war es nur folgerichtig, dass wir in das Programm der Talenttage Ruhr aufgenommen wurden“, freut sich Stadtbibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian. „So wird der Duisburger MakerDay verdientermaßen auch überregional zur Kenntnis genommen.“ Die Talenttage Ruhr wurden von der TalentMetropole Ruhr, dem Leitprojekt Bildung des Initiativkreises Ruhrgebiet, ins Leben gerufen. Sie umfassen mehr als 240 Einzelveranstaltungen in 33 Ruhrgebietsstädten zwischen dem 18. und 28. September.

Unabhängig von den Talenttagen Ruhr hatten die Stadtbibliothek und die Volkshochschule der Stadt Duisburg bereits vor vier Jahren die Initiative für einen Aktionstag rund ums digitale Selbermachen vor Ort übernommen. Das bot sich geradezu an, weil beide Bildungseinrichtungen seit jeher Medien und Kurse zu Do-it-yourself-Themen anbieten. „Wir betrachten es als unsere Aufgabe, allen Bevölkerungsgruppen in Duisburg Bildungsangebote zu unterbreiten, die sie befähigen sollen, sich in der zunehmend digitalisierten Welt souverän zu bewegen und diese für sich nutzbar zu machen“, sagt Volkshochschuldirektor Volker Heckner. „Über diesen Aktionstag hinaus bietet die VHS Kurse zu ganz unterschiedlichen Aspekten an und die Stadtbibliothek verfügt über eine Vielzahl von themenbezogenen Medien.“ Stadtbibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian weist auf einen weiteren Aspekt des MakerDays hin: „Unser Aktionstag dient auch der Vernetzung der unterschiedlichen Akteure innerhalb der Stadt. In den vergangenen drei Jahren sind hier eine Reihe von Kooperationsprojekten initiiert worden.“

Zu den Beteiligten des 4. Duisburger MakerDays zählen die Universität Duisburg-Essen, die Hochschule Rhein-Waal, das Albert-Einstein-Gymnasium, die Justus-von-Liebig-Schule, die Firmen Krankikom, ITQ und Stiefelhagen, das Repair-Café aus Ruhrort, die Projekte Duisentrieb, Smartcity Living-Lab und eNable, das Fachgeschäft Roskothen, die Wirtschaftsbetriebe, sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines VHS-Makerspace-Kurses. Sie zeigen an ihren Ständen im Erdgeschoss und der ersten Etage des Stadtfensters, was man heutzutage mit digitalen Tools alles herstellen kann. Wer zu bestimmten Themen mehr erfahren und insbesondere selbst aktiv werden möchte, kann sich bei der VHS zu einem der fünf kostenlosen Workshops anmelden. Dort geht es um Grundlagen des 3D-Drucks, um erste Erfahrungen mit Mechatronik, den Bau eines Solarmobils, die Programmierung des Mikrocontrollers Calliope und das Musizieren auf dem iPad.

Kundige Tüftler des Repaircafés aus Ruhrort versuchen, vor Ort zusammen mit den Besitzern deren mitgebrachte defekte elektrische Kleingeräte, Feinmechanisches oder auch Kinderspielzeug zu reparieren. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg machen das Thema Datenschutz anschaulich mit selbstgenähten Abschirmtaschen fürs Handy, für den Autoschlüssel oder die Kreditkarte. Und erstmalig gibt es in diesem Jahr einen Stand rund um Drohnen.

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