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Loveparade-Prozess wird möglicherweise eingestellt

Loveparade-Prozess wird möglicherweise eingestellt

Heute fand in den Räumen des CCD Ost der Messe Düsseldorf ein Rechtsgespräch statt. Der Vorsitzende Richter hatte die am Loveparade-Prozess beteiligten Juristen zum Austausch über die Bewertung des bisherigen Verfahrensverlaufs gebeten.

Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, könnte der Loveparade-Strafprozess eingestellt werden. Es erscheine zunehmend unwahrscheinlich, dass einem der zehn Angeklagten eine strafrechtliche Schuld nachgewiesen werden kann, sprich: Eine Verurteilung scheint aussichtslos.

Das Rechtsgespräch fand wie üblich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt; der Vorsitzende Richter wird am morgigen Donnerstag einen Vermerk mit den wesentlichen Inhalten des Gesprächs verlesen.

Schon heute haben Anwälte der Opfer gegenüber Journalisten Stellung genommen und erklärt, sie würden der Verfahrenseinstellung nur zustimmen, wenn für die Opfer der Loveparade-Katastrophe Möglichkeiten geschaffen würden, gegen die Stadt Duisburg und das Land Nordrhein-Westfalen Schmerzensgeldansprüche durchzusetzen.

(Niederrhein Verlag GmbH)