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: Leinen los für die JSG Rumeln

: Leinen los für die JSG Rumeln

Das hat in der Tat eine historische Dimension: Die Kicker in Rumeln-Kaldenhausen rücken zusammen.

. Die Anfänge des Fußballs in Rumeln-Kaldenhausen reichen bis ins Jahr 1949 zurück. Als nach dem 2. Weltkrieg die Wirtschaft wieder in Gang kam, mit den Jahren wurden allein für Zeche Fritz bis zu tausend Bergleute benötigt, fanden die Balltreter in ihren Reihen eine Heimat beim renommierten Rumelner Turnverein. Schon 1955, Deutschland war immer noch im Weltmeister-Taumel, gründete sich aufgrund der enormen Nachfrage der FC Rumeln-Kaldenhausen, die Balltreterei bei den Turnern ging zurück.

1976 wiederum wechselte eine komplette Männer-Mannschaft vom FCR zum RTV, der Waldborn hatte seine Fußballabteilung wieder. Spannungen waren vorprogrammiert, im Laufe der nächsten Jahrzehnte nahmen sie auch schon einmal bedenkliche Züge an.

Jetzt, 2020, trafen sich vor der Wappenwand Rumeln-Kaldenhausen (gemeinsames Signum) und unter dem Schirm des Runden Tisches Rumeln-Kaldenhausen (lokale Dachorganisation aller Vereine) die Vorsitzenden der beiden Fußball anbietenden Klubs FC Rumeln-Kaldenhausen (Daniel Stöpke) und Rumelner Turnverein (Paolo Sabella), um zusammen mit den sie begleitenden Abteilungsrepräsentanten Silke Wegner (FCR) und Holger Schmidt (RTV) Schals und Urkunden auszutauschen.

Damit ist die erstmalige, vollständige Verschmelzung der A- und B-Jugend-Potenziale der örtlichen Kicker-Szene verbindlich. Auch wurde so die Rivalität, die, wie gesagt, wiederholt über das gesunde Maß hinausging, symbolisch-offiziell beendet.

Unter den Mottos „Zwei Vereine, ein Ziel!“, „Gemeinsam sind wir stärker!“ und „Für eine erfolgreiche Zukunft“ werden zuerst einmal die älteren Jugendlichen zusammen spielen, wobei der RTV die A-Fußballer und der FCR die B-Kicker verantwortlich betreut. Mit Blick auf die Anzahl der Jugendlichen und den Wunsch des FVN, möglichst alle Kicker auch aktiv auf dem Platz zu sehen, ist mit jeweils zwei Mannschaften zu rechnen.

Die neue Ära wird zudem dadurch deutlich, dass neben dem Namen „Jugendspielgemeinschaft Rumeln-Kaldenhausen“ (kurz „JSG Rumeln“) die blauen RTV’ler und die grünen FCR’ler in strahlendem Weiß kicken werden. Klare Sache, dass jetzt noch Hausaufgaben anstehen: Funktionsteams bilden, Trainingspläne erstellen, Platzfrage klären, Trikotsponsoren suchen...