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: Kein Gebot für den Steinbruch

: Kein Gebot für den Steinbruch

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Bei der dritten Gewerbeimmobilienmesse GIMDU gab es erstmals eine Auktion.

Höhepunkt am ersten Tag der Immobilienmesse war die Bekanntgabe der Firma Aurelis, ihren bundesweit ersten Unternehmerpark in Duisburg errichten zu wollen.

An der Heerstraße in Hochfeld soll auf 46.908 Quadratmeter ein neuer Gewerbepark entstehen. Im ersten Bauabschnitt sollen sieben Hallenflächen von insgesamt 6.014 Quadratmeter mit einem 1.239 Quadratmeter großen Büroanteil sowie zwei Freilagerflächen und 98 Stellplätze errichtet werden. Die Fertigstellung ist bis Ende 2020 geplant. Das Investitionsvolumen für den ersten Bauabschnitt liegt laut Aurelis bei rund 6,5 Millionen Euro.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus den Bereichen Lagerung und Speditionslogistik, Show-Room-Suchende, Gewerbebetriebe und Leichtindustrie, Umzugsunternehmen, Betriebe zur Endmontage und Großhandelsunternehmen will Aurelis mit dem Unternehmerpark „Am Wasserturm“ ansprechen.

Große Summen wurden am zweiten Tag aufgerufen – aber nicht immer geboten. So blieb gleich das erste zu versteigernde Grundstück, 1.600 Quadratmeter mit Kleingärten in Friemersheim für 12.000 Euro, liegen. Auch für das zweite Grundstück, 1.665 Quadratmeter in Homberg, gab es keine Gebote aus dem Saal, so erhielt ein schriftlicher Bieter den Zuschlag zum Mindestgebot von 130.000 Euro. Erst bei Katalognummer drei, einem Mehrfamilienhaus mit Baugrundstück an der Amtsgerichtsstraße in Ruhrort, ging’s richtig los: Vom Mindestgebot von 135.000 Euro steigerten sich zwei Bieter, bis bei 196.000 Euro endgültig der Hammer fiel. Der unterlegene Bieter war zwar im Saal, hatte aber schon vorab telefonisch ein Höchstgebot abgegeben – und wollte es offensichtlich nicht noch nach oben korrigieren. Für den Käufer wäre nach eigenen Angaben bei 200.000 Euro Schluss gewesen. Jetzt will er den Altbau sanieren und das Grundstück an der Ecke zur Karlstraße bebauen.

Ein überwiegend vermietetes Wohn und Geschäftshaus an der Schlachthofstraße wurde versteigert für 142.000 Euro (Mindestgebot 128.000). Ein Grundstück in Neumühl war vorab zurückgezogen worden, für eine Dachgeschosswohnung am Innenhafen gab’s kein Gebot.

Auch nicht für die prominenteste Immobilie, den Steinbruch: Sowohl beim Aufruf des gesamten Geländes mit Gaststättengebäude, Zweifamilienhaus und Gewerbehalle, als auch bei den getrennten Aufrufen – nur Gaststättengebäude bzw. Gelände mit Gewerbehalle und Zweifamilienhaus – hob niemand die Hand, lagen weder telefonische noch schriftliche Gebote vor.

Dafür ging ein voll vermietetes Wohn- und Geschäftshaus für 345.000 Euro (Mindestgebot 295.000) weg. Teuerstes Objekt der Versteigerung war ein Wohn- und Geschäftshaus an der Bachstraße in Hochfeld, das für 755.000 Euro versteigert wurde (Mindestgebot 695.000).

Für ein vermietetes Mehrfamilienhaus auf der Juliusstraße gab es kein Gebot. Für das Mindestgebot von 320.000 Euro wurde ein Wohn- und Geschäftshaus in Hochfeld verkauft. Um ein Hochfelder Gelände mit leer stehendem Gewerbegebäude drehte sich auch die letzte Bieterschlacht: Vom Mindestgebot 195.000 duellierten sich zwei Bieter im Saal bis zum Zuschlag von 390.000 Euro hoch.

Wie der Ausrichter, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW), mitteilt, können alle nicht versteigerten Objekte jetzt noch im Nachverkauf erworben werden.