Jugend forscht auch 2018

Auch beim diesjährigen Wettbewerb von "Jugend forscht" überzeugte der Ideenreichtum der Kinder und Jugendlichen von ungebremsten Forschergeist. Ein Rundgang durch den Bereich 7 im Bildungszentrum der Thyssenkrupp Steel Europe an der Franz-Lenze Straße ließ manchmal staunen.

Dabei lassen sich die jungen Forscher durchaus auch von Alltagsproblemen leiten, wie zum Beispiel Nora Lill Przypadlo und Luca Schroeder, die sich über festgetreten oder festgeklebte Kaugummis ärgerten. Die 11 und 12 Jahre alten Kinder entwickelten kurz entschlossen ein eigenes Kaugummi, dass nach dem Genuss einfach zusammen gerollt wird, um dann als Flummi für Spaß auf dem Schulhof zu sorgen. Aber auch Probleme, die nicht unmittelbar vor der Haustür liegen, lassen Kindern keine Ruhe. So zum Beispiel den beiden zwölfjährigen Kids vom Franz-Haniel-Gymnasium in Homberg, Jannik Klein und Emilia Szembeck, die einen automatischen Müllsammler entwickelt haben, der das Wasser im Meer von Müll und Unrat befreien soll. Hierfür gab es ein Jahresabonnement der Zeitschrift GEOlino.

Ebenfalls im Kinderwettbewerb "Schüler experimentieren" traten auch Maximillian Steuer und Yunus Ayadin an. Die Franz-Haniel-Schüler beschäftigten sich damit, wie die Sonnenblume die "CO2-Bilanz" verbessern könnte. Dabei berücksichtigten sie nicht nur das eigentliche Wachsen der Pflanze, sondern auch deren Verwertung als Dämmstoff, "Holzplatte" und Baumaterial. Dafür erhielten sie den Sonderpreis "Nachwachsende Rohstoffe", der mit 75 Euro dotiert und von der Fachagentur "Nachwachsende Rohstoffe" gestiftet wurde.

Schon praktisch eingesetzt wird dagegen die Vorrichtung von Kevin Wagner, Christian Cantin Wieczorek und Halil Cavdar. In der Thyssenkrupp Steel Europe Lehrwerkstatt in Duisburg sorgt sie beim Drehen von langen Stangen dafür, dass sich niemand verletzen kann.

Den 1. Preis im Regionalwettbewerb "Geo- und Raumwissenschaften" bei Jugend forscht "sahnten" Sonja Gräbing, Beyit Aydogdu und Rebecca Peekhaus ab.

Die drei Schüler/innen beschäftigten sich mit der Schwermetallanalyse des Bodens in der Umgebung des ehemaligen Geländes der Metallhütte Duisburg in Wanheim. Für sie gab 75 Euro vom Stern, den Umweltpreis NRW (50 Euro) vom Landesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und ein zweitägiges Forschungspraktikum im Evonik-Schülerlabor. Zudem sind sie zur nächsten Wettbewerbsrunde (Landeswettbewerb) zugelassen.

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(Niederrhein Verlag GmbH)
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