: Homberg in Zukunft ohne Wache

: Homberg in Zukunft ohne Wache

Zu klein und deutlich in die Jahre gekommen: Die Dienststelle derPolizeiwache an der Viktoriastraße soll aufgelöst werden. Dies wurde Ende vergangener Woche bekannt.

Doch dies gilt nicht nur für die Homberger Wache, auch die Wache im Stadtteil Meiderich hat ähnliche Probleme. So plant die Polizei in Duisburg an einer Lösung, die für Ruhrort einen Neubau vorsieht, von dem auch die derzeitigen Wachenstandorte Homberg und Meiderich bedient werden sollen.

„Mit gemischten Gefühlen“ betrachten diese Planungen die West-Liberalen, die die geplante Schließung der Polizeiwache in Homberg ablehnen und sich weiter für eine Homberger Wache aussprechen: „Ein Standortwechsel ist natürlich absolut sinnvoll, wenn sich die Räumlichkeiten in einem maroden Zustand befinden und ein normaler Dienstbetrieb so nur eingeschränkt möglich ist. Hier macht Flickschusterei nun wirklich keinen Sinn. Bedauerlich ist es aber, dass die Wache den Stadtteil Homberg verlassen soll. Darunter wird die gefühlte Sicherheit nicht nur einiger Homberger Bürger leiden. Es ist sehr bedauerlich, dass ein Stadtteil mit knapp 30.000 Einwohnern zukünftig ohne eigene Polizeiwache dastehen wird.“

Die Liberalen hätten sich hier eine andere Entscheidung gewünscht, auch wenn es laut Polizeipräsidentin Elke Bartels ein Trugschluss sei, dass eine Wache Sicherheit erzeuge.

Vielmehr komme es darauf an, auf einen größeren Personalpool zurückgreifen zu können, denn schon jetzt sei die Wache in Homberg die kleinste Wache in der Stadt. Mit nur einer Streifenwagenbesatzung und einem Dienstgruppenleiter, die regelmäßig anzutreffen sind, sei keine effizienter Wachbetrieb möglich. Denn spätestens dann, wenn jemand erkranke, könne entweder ein Streifenwagen nicht besetzt werden oder die Wache sei zu. In Ruhrort verfüge man dagegen über einen Personalpool, der so etwas sicher abfangen könne.

Zudem seien die Wachen in Homberg und Meiderich für die Polizei eigentlich ungeeignet, denn Besucher der Wache ständen nach dem Eintritt direkt am Tresen: Eine Eigensicherung der Polizeibeamten sei so kaum zu bewerkstelligen.

Auch Sozialräume wie Umkleiden seien in der geforderten Qualität praktisch nicht möglich.

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