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: Glück ist eine Torte mit Legosteinen

: Glück ist eine Torte mit Legosteinen

Vom 7. bis 29. März finden die 41. Duisburger Akzente statt. Rund 100 Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Literatur, Musik, Film und Wissenschaft beleuchten das Thema „Glück“.

Kulturdezernent Thomas Krützberg gratuliert Festivalplaner Clemens Richert schon vorab: Er habe jedenfalls „den optimalen Ort für die Pressekonferenz gefunden“. Und so sitzen Krützberg, Richert und Kulturbetriebsleiterin Karoline Hoell im „Glück – Friseur Café“ an der Obermauerstraße und dürfen die Torte anschneiden, die Inhaberin Christiane Alt extra für diesen Anlass bei Café Kurz in Ruhrort bestellt hat.

Den Tortenguss zieren das Akzente-Logo und Legosteine, entlehnt dem Plakat, auf dem das Wort Glück aus Legosteinen gebaut ist.

Vielleicht auch, um das eher kleinteilige Programm zu illustrieren. Beispiel Theatertreffen: Dort gibt es diesmal nur zwei Gastspiele großer Theaterhäuser, am 14. und 15. März das Berliner Ensemble mit „Panikherz“ und am 21. und 22. März das Staatsschauspiel Dresden mit „Ein Sommernachtstraum“. Beispiel Liebfrauenkirche: Das spektakuläre Gebäude am König-Heinrich-Platz ist wieder einer der zentralen Spielplätze, mehr als 150 Zuschauer werden für gewöhnlich aber nicht eingelassen. Nur beim „theatralen Musikspektakel“ mit dem Klangkraft-Orchester, Beethovens 9. Sinfonie der Tiere am 28. und 29. März, wird der Kirchenraum für jeweils 250 Zuschauer geöffnet. Apropos: Ein „pompöses Eröffnungsspektakel“ wird es wie schon in den letzten Jahren auch dieses Jahr nicht geben; Richert: „Dafür wurde früher so viel Geld ausgegeben wie heute fürs ganze Festival.“

Trotzdem gibt’s reichlich was zu entdecken, die Clownstruppe Foutoukours etwa, die beim letzten Edinburgh-Festival abgeräumt hat (7.3.). André Meisner stellt das „Duduk-Ensemble der sonnigen Anhöhe“ und ein selten erlebendes Instrument vor (12.3.). Das Spelunken-Spektakel aus Ruhrort setzt erstmals über die Ruhr und präsentiert „Blunz ’n’ Flönz featuring Boxgalopp und Schäng Blasius Flönz Rakete“ im Internationalen Zentrum (13.3.), während in Ruhrort beim Hübi Klaus Grospietsch mit dem Novo Strom Delta seine glücklichmachenden Texte vom Scheitern vertont (28.3.). Die Akzente-Filmreihe im Filmforum zeigt u. a. „Die fabelhafte Welt der Amélie“, „Das Leben ist schön“ und den grandiosen Klassiker „Giganten“ mit Rock Hudson, Elizabeth Taylor und James Dean. Zum Mercator-Jazz reist die WDR-Big-Band mit Sängerin Tutu Poane an (25.3.). Und im Glück gibt’s auch eine Veranstaltung: „Leute machen Kleider“ am 14. März.