Chempark Uerdingen zieht Bilanz: Gesund und zukunftsfähig

Chempark Uerdingen zieht Bilanz : Gesund und zukunftsfähig

Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat zieht positive Bilanz für 2015 und ist auch für die Zukunft des Chempark Uerdingen zuversichtlich.

Beim heutigen Jahresmediengespräch konnte der Chemiestandort Uerdingen mit hohen Investitionszahlen aufwarten. 152 Millionen Euro sind in 2015 in den Standort geflossen und zwar von den einzelnen ansässigen Unternehmen. Das sind 61 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Investiert wird vor allem in die Modernisierung bestehender Anlagen, weniger in Erweiterungen. Es gehe nicht zuletzt um Energieeffizienz.

Mit den Investitionen stiegen auch die Beschäftigtenzahlen in 2015. Ein Plus von 300 Mitarbeitern in der Stammbelegschaft und 150 bei Dienstleistern des Chemparks sind zu verzeichnen. Insgesamt arbeiten rund 7500 Beschäftigte im Chempark Uerdingen. Diese nehmen ein Jahres-Nettoeinkommen von rund 200 Millionen Euro mit nach Hause, was der Kaufkraft der Region und damit der örtlichen Wirtschaft sehr zugute kommt. "Die Zahlen zeigen, dass die Unternehmen hier attraktive Rahmenbedingungen vorfinden. Insgesamt zeichnet sich das Profil eines gesunden und zukunftsfähigen Standorts", so Grigat.

Dennoch liegt es dem Chempark-Leiter fern großartige Versprechungen zu machen oder gar Garantien zu geben. "Die Energiewende macht dem Chempark zu schaffen, nicht zuletzt hohe Energiepreise. Aber auch die unklaren Perspektiven für die industrielle Erzeugung und Nutzung von Strom und Dampf." Angesprochen auf das Thema "Trianel" und das seit Jahren geplante neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk, gab es keine neuen Entwicklungen - alles sei noch offen. So werde der Chempark zunächst eigene, bestehende Kraftwerksanlagen modernisieren, um zumindest die Versorgung mit Dampf in den nächsten Jahren sicherzustellen.

Eine weitere Entwicklung, die dem Chempark Uerdingen schaden könnte, ist die mangelnde Instandhaltung der öffentlichen Verkehrswege, hier insbesondere das Mammut-Projekt neue Autobahnbrücke A40. Eine funktionierende Infrastruktur sei existenziell wichtig für die Geschäftsaktivitäten.
Darüber hinaus zeigt sich Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat erstaunt, dass gerade der Teil des Krefelder Hafens nicht als landesbedeutsam eingestuft wird, an dem der Chempark liegt und wo erhebliche Güter umgeschlagen werden. Auch das könne unvorhersehbare Nachteile bringen.

Nach einem Überblick zu einzelnen Unternehmen im Chempark, wie Covestro (vormals Bayer Material Science), Lanxess und Huntsman, die alle in ihren Produktionsfeldern gut aufgestellt sind, vergaß es Grigat nicht zuletzt zu erwähnen, dass der Chempark große Akzeptanz in der Region genieße und das nicht selbstverständlich sei. Man tue viel dafür: Schaffe sichere und gute Arbeitsplätze, bilde jährlich rund 500 Jugendliche aus, investiere in Modernisierung und Sicherheit der Anlagen, informiere die Bevölkerung und beziehe diese mit ein, und engagiere sich darüber hinaus im sozialen Bereich.

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