: Gestern und heute, von oben und unten

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Gleich zwei Jahrbücher wurden in der vergangenen Woche vorgestellt: das „Duisburger Jahrbuch 2020“ und „Dispargum – Jahresberichte der Duisburger Stadtarchäologie, Band 3, 2018“.

Na klar, das Duisburger Jahrbuch ist das in jeder Hinsicht lebendigere Werk, aber auch die auf ihrem Gebiet bundesweit ziemlich einmalig dastehende Schriftenreihe der Stadtarchäologie bietet Entdeckungen. „Wir haben einen Bauboom gerade“, sagt Stadtarchäologe Kai-Thomas Platz, „und wenn gebaut wird, dann wird auch was gefunden.“ Zum Beispiel die im Corputius-Plan sichtbaren zwei Stadtgräben Duisburgs. Hinzu kam das extreme Niedrigwasser des Rheins. Da haben sie das Ufer mit einer Drohne abgeflogen und -gefilmt und tatsächlich nennenswerte Funde gemacht. Dass es in Bergheim schon zur Eisenzeit ein Dorf gab und Baerl in der Römerzeit dicht besiedelt war, sind zwei weitere dokumentierte Entdeckungen aus bzw. in Dispargum.

Vor 250 Jahren erst begann hingegen die Besiedlung Neudorfs. Ihr ist im Duisburger Jahrbuch ein Artikel gewidmet, ebenso der Entstehung Bissingheims wie mehrfach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Duisburg vor 75 Jahren. Die andauernd unendliche Geschichte eines soziokulturellen Zentrums in Duisburg wird ebenso erzählt wie die von Woodstock am Niederrhein (das Mai-Out in Friemersheim) – und die vom Radfahren in Duisburg: „eine utopische Realität?“

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