Wagenplatz in Hochheide muss bis zum 31. Mai geräumt werden: Gericht sieht Kündigung als rechtskräftig an

Wagenplatz in Hochheide muss bis zum 31. Mai geräumt werden : Gericht sieht Kündigung als rechtskräftig an

Heute Morgen kam es am Amtsgericht Ruhrort zur Urteilsverkündung im Fall des Wagenplatzes in Hochheide.

Keine der beiden Streitparteien war zur Urteilsverkündung erschienen. Wie in der mündlichen Verhandlung vor zwei Wochen angekündigt, gab der Richter der Klageseite - der Stadt Duisburg, vertreten durch das Immobilienmanagement Duisburg (IMD) - recht, dem "Verein für Experimentelles Wohnen" ordnungsgemäß und fristgerecht gekündigt zu haben und setzte die Räumungsfrist für den Wagenplatz endgültig auf dem 31. Mai 2016 fest. Eine längere Frist wollte der Richter nicht einräumen, da der ganze Fall bereits seit über einem Jahr im Grunde klar sei. Bis dahin müssen die Wagenplatzbewohner das rund 5000 Quadratmeter große Gelände an der Ehrenstraße vollständig, auf eigene Kosten, räumen und an den Eigentümer übergeben.

Abschließend riet der Richter einigen als Besucher anwesenden Wagenplatzbewohnern, schnellstmöglich mit der Stadt das Gespräch zu suchen, um gegebenenfalls noch eine gütliche Einigung zu erzielen, anderenfalls komme es zur Vollstreckung. Eine Mehrheit in der Bezirksvertretung hatte zuletzt ein Teilstück des Geländes, rund 1000 Quadratmeter, für den Verbleib des Wagenplatzes in Aussicht gestellt, welches dem "Verein für Experimentelles Wohnen" allerdings zu klein ist.
Ob ein angekündigtes Berufungsverfahren der Wagenplatzbewohner bei diesen Verhandlungen hilfreich sein wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist das letzte Kapitel des seit 21 Jahren bestehenden Wagenplatzes in Duisburg doch noch nicht geschrieben.

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