Bezirk Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen verlässt sich nicht allein auf die Stadtverwaltung: Förderverein für Kultur im Entstehen

Bezirk Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen verlässt sich nicht allein auf die Stadtverwaltung : Förderverein für Kultur im Entstehen

Mit der Auflösung der Bezirksämter in diesem Jahr zog die Verwaltungsspitze auch die kulturelle Schaltzentrale vom Körnerplatz in Rheinhausen ab, Hilfe gibt es jetzt nur noch von den Kulturbetrieben "on demand", auf Zuruf.

Ein "Förderverein der Kultur und Brauchtumspflege Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen" soll nun her, um mit Mitgliedsbeiträgen (30 € und mehr per anno für eine Privatperson, 300 € für ein Unternehmen) und Spenden für finanzielle Beinfreiheit zu sorgen. Denn manchmal sind es schon wenige hundert Euro, die, da nicht vorhanden, ein Konzert oder eine Veranstaltung verhindern. Zwar können sich Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen auch in diesem Jahr wieder über selbstlose Förderer wie die Bauvereine, Currenta und den Runden Tisch freuen, doch das situative Aus aufgrund fehlender Gelder lauert überall.

Natürlich erinnern die Rheinhauser und Rumeln-Kaldenhausener Matadoren Oberbürgermeister Sören Link und das Hauptamt an ihr Versprechen, dass auch nach dem personellen Aderlass der Bezirke die Kultur vor Ort eine Zukunft hat. Doch "sicher ist sicher", sagt SPD-Ratsherr Reiner Friedrich und auch CDU-Bezirksfraktionsvorsitzender Ferdi Seidelt bewertet den neuen Verein aufgrund der neuen Rahmenbedingungen als "unverzichtbar, sonst geht Vieles über kurz oder lang den Bach runter". Deshalb legen die beiden großen Fraktionen nicht nur in den Gremien mit Anfragen und Anträgen die Finger immer wieder in die Wunde, sondern schwingen selbst den kulturellen Taktstock: Fleißig wird am Förderverein gearbeitet, Markus Mellenthin "baut" die gemeinnützige Satzung, auch die Vorstandsspitze und der Beirat sind personell bereits skizziert.

Vorsitzende dürfte werden Angelika Röder, ehemalige Beamtin bei den Duisburger Wirtschaftsbetrieben. Unterstützt wird sie von Elisabeth Liß, Leiterin des von-Bodelschwingh-Hauses in Bergheim. Joachim Metzenthin, der zu aktiven Zeiten in den oberen Gefilden des Finanzamtes tätig war, fungiert als Schatzmeister. Im Beirat sind die bezirkliche Politik und der behördliche Bezirksmanager gesetzt, der Vorstand kann und wird jederzeit Kulturschaffende aus dem Bezirk berufen können.

Es ist also angerichtet für die formelle Gründungsversammlung. Wer schon jetzt interessiert ist, kann sich gerne bei angelika.roeder@gmx.de melden.

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