: Flamingos und Flötenspielerin

: Flamingos und Flötenspielerin

Im „Roten Salon“ der Cubus-Kunsthalle wurden Teilnehmer verschiedener Vhs-Kunstkurse für ihre Arbeiten mit einem Preis ausgezeichnet.

„Nicht viele Volkshochschulen können sich mit einem eigenen Kunstpreis rühmen“, sagt stolz Volkshochschuldirektor Volker Heckner bei der Präsentation einer Kunstausstellung mit Werken von Vhs-Teilnehmern in der Cubus-Kunsthalle. Zu verdanken hat das die Vhs dem ihr sehr zugetanen Ehepaar Ingeborg und Alfred Roeder. Insbesondere Letzterer war lange Jahre begeisterter Teilnehmer verschiedener Kunstkurse an der Vhs. Kurz vor seinem Tode im Jahre 2003 hat er mit seiner Frau die Gründung einer Stiftung verabredet, deren Ziel die Förderung der künstlerischen Praxis in den Vhs-Kursen über einen Wettbewerb sein soll. Die bisher schon sechs Mal ausgelobten Kunstpreise bezeichnet die Stifterin selbst als „Probeläufe“. Denn die Stiftung soll erst mit ihrem Ableben zum Tragen kommen.

An dem Wettbewerb beteiligen können sich nur Menschen, die in den drei Semestern vor dem Einreichungsschluss einen Kurs aus festgelegten Bereichen mindestens zwei Mal besucht haben. Jeder Bewerber muss genau zwei Arbeiten einreichen. Alle Arbeiten müssen gegenständlich sein. „Eine Arbeit sollte die handwerklichen und formal-ästhetischen Fähigkeiten unterstreichen. Die zweite Arbeit soll in erster Linie den eigenen Stil zum Ausdruck bringen“, erklärt Claudia Kleinert, die zuständige Fachbereichsleiterin an der Volkshochschule.

Der mit 1.200 Euro dotierte erste Preis ging an Christiane Kaus. Sie überzeugte mit detailreichen großformatigen Ölgemälden (Die Flötenspielerin/Flamingos). Den mit 800 Euro dotierten zweiten Preis bekam Elisabeth Schuhmacher für ihre filigranen Tuschezeichnungen (Venedig 1/Venedig 2). Den dritten Preis über 400 Euro erhielt Carolyn Pérez Hemphill für ihre Zeichnungen in Mischtechnik.

Die weiteren zehn Teilnehmer, die mit ihren Werken in der Ausstellung vertreten sind, erhielten von Volker Heckner, Leiter der Volkshochschule, eine „Lobende Erwähnung“-Urkunde.

„Wie man an den ausgestellten Bildern sehen kann, ist die Qualität aller ausgesuchten Arbeiten beeindruckend“, sagt der Juryvorsitzende Bernd Jußenhoven: „Die von der Jury ausgewählten drei Sieger sind nur in einigen Belangen etwas überzeugender gewesen als die anderen.“ Ihm stimmte auch Klaus Klönne als Vertreter von Ingeborg Roeder zu: „Ich glaube, die Werke bezeugen deutlich, dass der von den Stiftern beabsichtigte Zweck, die Motivation und das Leistungsniveau der Kursteilnehmer zu steigern, erreicht wurde.“

Claudia Schaefer, die Leiterin der Cubus-Kunsthalle, freut sich über eine weitere spannende Ausstellung in diesem Jahr: „Wenn ich alle Ausstellungen des Jahres 2019 Revue passieren lasse, bin ich selbst über die Bandbreite dessen, was wir hier gezeigt haben, begeistert. Und ich freue mich, dass wir mit dieser Ausstellung engagierten Kunstschaffenden aus Duisburg eine repräsentative Plattform bieten können.“

Die 26 zum Wettbewerb eingereichten Arbeiten – inklusive der sechs preisgekrönten – sind noch bis zum 28. September im Roten Salon der Cubus-Kunsthalle zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Mehr von Stadt-Panorama