Europäischer Großoffensive gegen Einbrecher

Europäischer Großoffensive gegen Einbrecher

Am Donnerstag (01.12.2016) führte die Kreispolizeibehörde Wesel mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei, des Hauptzollamts, der Steuerfahndung und des Ausländeramts einen Großeinsatz im Rahmen der grenzüberschreitenden Kontrolltage anlässlich der Unterzeichnung der "Aachener Erklärung" durch.

Einsatzleiter Roland Wolff: "Neben der Fahndung nach international agierenden Einbrecherbanden dehnen wir unsere Kontrollen auch auf Örtlichkeiten aus, an denen die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass sich hier Personen treffen, die Straftaten verabreden, begehen oder Diebesgut veräußern."

Schwerpunkte des Kontrolltags waren neben der Bekämpfung von international agierenden Einbrecherbanden und der Hehlerei, auch die Überprüfung von Rotlichtbetrieben, Shisha-Bars und Wettbüros. Hierbei kontrollierten die Beamte in vier Bordellen in Moers insgesamt 35 Personen und leiteten ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Die Drogen stellten die Beamten sicher. In einer Wohnung an der Filderstraße stellten die Beamten vermeintliches Diebesgut sicher.

Insgesamt standen über 20 Objekte im Fokus der Fahnder. An den Bahnhöfen in Wesel und Moers kontrollierten die Polizisten insgesamt 21 Verdächtige. Auch die Überwachung des Straßenverkehrs und das Ahnden von Verkehrsverstößen nahmen Polizeibeamte vor: Gegen unangepasste Geschwindigkeiten, die nach wie vor "Killer Nr. 1" auf unseren Straßen sind, aber auch gegen Fahrzeugführer, die nicht angeschnallt waren oder mit dem Handy telefonierten, richteten sich die Maßnahmen.

In 239 Fällen ahndeten die Polizisten dabei Verkehrsverstöße mit Verwarngeldern oder Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Ein Fahrzeugführer fiel auf, weil er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein weiterer war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Gegen beide leiteten die Beamten Strafverfahren ein.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 412 Personen und 203 Fahrzeuge im Kreisgebiet. Durch den Einsatz von rund 130 Polizistinnen und Polizisten, die von 15.00 Uhr bis in die Nacht hinein an den Kontrollen beteiligt waren, steigerte die sichtbare Präsenz der Polizei an Kriminalitätsbrennpunkten das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und erhöhte gleichzeitig den Fahndungs- und Kontrolldruck auf die Täter. Darüber hinaus gewannen die Ermittler bei den Razzien wertvolle Erkenntnisse über örtliche und mobile Tätergruppierungen.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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