Ergebnisse zur Wahl des Europarlaments 2019: Europa, Deutschland, Duisburg

Ergebnisse zur Wahl des Europarlaments 2019 : Europa, Deutschland, Duisburg

Turnusgemäß wurde nach fünf Jahren wieder ein neues EU-Parlament gewählt. In den 28 Mitgliedsstaaten waren rund 400 Millionen Wahlberechtigte zum Urnengang aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag europaweit im Durchschnitt bei 50,05% - rund 200 Millionen Europäer gaben also letztlich ihre Stimme ab. Christ- und Sozialdemokraten verlieren nach 40 Jahren ihre rechnerische absolute Mehrheit im Europaparlament.

Aktuelles. Nach dem vorläufigen EU-Wahlergebnis setzen sich die 751 Abgeordneten des Europaparlamentes in Brüssel wie folgt zusammen: die christdemokratische Europäische Volkspartei (EVP) bekommt 182 Sitze (37 weniger als 2014), die Sozialdemokraten (SD) erhalten 147 Mandate (minus 40), die Liberalen (ALDE) liegen bei 109 Mandaten (plus 41). Dahinter kommen die Grünen/EFA mit 69 Sitzen (plus 17). Die Linke (GUE/NGL) verliert 13 Sitze und kommt auf 39 Sitze. Die drei rechtspopulistischen und nationalistischen Fraktionen (EKR, ENF, EFDD) kommen zusammen auf 171 Sitze, 18 mehr als noch 2014. Christ- und Sozialdemokraten verlieren demnach deutlich, Linke mäßig und Liberale, Grüne als auch das „national-populistische“ Lager legen in Europa zu.

Die Tendenz wird auch durch die Wahlentscheidung in Deutschland gespiegelt. Hierzulande waren 64,8 Millionen Wahlberechtigte am vergangenen Sonntag aufgerufen ihr Kreuz zu machen. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,4 %, ein deutliches Plus im Vergleich zur vergangenen EU-Parlamentswahl (2014: 48,1 %) und kann damit als Ausdruck für mehr Demokratie gelten.

Das vorläufige Endergebnis (offiziell erst am 3. Juni durch den Wahlausschuss bestätigt) stellt sich wie folgt dar: Die Sozialdemokraten und die Christdemokraten müssen auch in Deutschland deutliche Verluste bei der Wahl zum Europaparlament im Vergleich zu 2014 hinnehmen: CDU 28,9 % (-6,4 %), SPD 15,8 % (-11,5 %). Auch die Linke 5,5 %. (-1,9%) musste Einbußen verzeichnen. Gewinner sind hingegen die Grünen mit 20,5 % (+9,8 %) und die AfD 11,0 % (+3,9 %); auch die FDP 5,4 % (+2,2%) konnte wieder deutlich zulegen. Insgesamt 12,9 % (+4,1) der Stimmen entfielen letztlich auf die zahlreich (über 30) angetretenen „Splitterparteien“.

Heruntergebrochen auf die Stadt Duisburg (50,06% Wahlbeteiligung) zeigt sich ein sehr ähnliches Bild, wenn auch die SPD hier noch traditionell die meisten Stimmen erhielt: CDU 19,90 % (-5,07 %), SPD 24,52 % (-16,30%), Grüne 19,54 % (+ 11,63%), AfD 12,00 % (+4,81 %), Linke 5,78 % (-0,74 %) und FDP 5,24 (+2,58%). Differenziert nach den Stadtbezirken des Duisburger Westens wurde folgende Wahlergebnisse vorläufig festgestellt:

Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen: CDU 20,19 % (-3,9%), SPD 25,97 % (-16,44 %), Grüne 19,84 % (+12,39 %), AfD 11,02 % (+3,04 %), Linke, 4,89 % (-0,55 %), FDP 5,72 % (.+3,13 %).

Homberg/Ruhrort/Baerl: CDU 21,83 % (-5,42 %), SPD 24,05 % (-13,97 %), Grüne 19,64 % (+11,42%), AfD 11,89 % (+4,32 %), Linke 5,59% (-0,81%) und FDP 5,55 % (+2,48 %).

Weiter Infos: https://www.duisburg.de/europawahl-2019-ergebnisse.php

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