: Entwicklung am Schacht Gerdt

: Entwicklung am Schacht Gerdt

Jahrelanger Einsatz der CDU hat sich gelohnt: Der Weg für das neue Kultur- und Veranstaltungszentrum Schacht Gerdt in Baerl ist nach Jahren endlich frei.

Baerl. Seit Jahren unterstützt der CDU-Bezirksverband Homberg-Ruhrort-Baerl engagiert das Stadtentwicklungsprojekt Schacht Gerdt in Baerl. Der Einsatz zahlt sich jetzt aus: Nach 31 Monaten hat das zuständige Bauamt jetzt endlich die Baugenehmigung erteilt. Die denkmalgeschützte, ehemalige Schachtanlage nahe dem Rhein wollen die Eigentümer und Investoren in ein Geschäfts-, Kultur- und Veranstaltungszentrum umbauen. Der Rat muss im Außenbereich die bisherige Grün- in eine Gewerbefläche umwidmen. Die CDU-Ratsfraktion hat bereits klar gestellt, dass sie eine solche Umwidmung unterstützen wird.

Klaus Radny, Sprecher der CDU-Fraktion in der Homberger Bezirksvertretung lobt: „Ohne den Einsatz von Wirtschafts- und Planungsdezernent Andree Haack wäre die erfreuliche Genehmigung kaum denkbar.“ Haack stellte klar, dass jetzt erst einmal „ein überzeugendes, stimmiges Gesamtkonzept mit Pfiff“ für das Projekt erstellt werden muss. Für dieses Konzept wurde ein Planungsbüro aus Köln gewonnen.

Offiziell war es lange ruhig um den Aus- und Umbau von Schacht Gerdt im Süden Baerls. Wie berichtet wollen die Moerser Eigentümer Ingo und Christian Breznikar die denkmalgeschützten Gebäude, die seit der Stilllegung des Schachtes 1966 weitgehend leer stehen, als Kultur- und Veranstaltungszentrum mit gewerblichen Büros nutzen. Zwar lag die erste Baugenehmigung seitens des Duisburger Bauamtes 31 Monate nach Antragstellung der Investoren nicht vor. Doch wenigstens konnten Vater und Sohn Breznikar – sie sind als Sanierungsunternehmer im Geschäft – im Rahmen der denkmalrechtlichen Genehmigung am „Euro-Technologie-Park Rheinpreußen“ weiter arbeiten können.

Im großen, ehemaligen Waschkauengebäude, Dreh- und Angelpunkt des Projektes Schacht Gerdt, wollen die beiden Vortrags- und Seminarräume, Büroflächen verschiedener Firmen, einen Sozialtrakt unterbringen. Die Breznikars halten auch an ihrem Plan fest, Versammlungsräume für Parteien, Vereine und Bürgerinitiativen anzubieten, die es im Bezirk nicht ausreichend gibt. „So ein Projekt ist dann erfolgreich, wenn die Bürger aus Baerl und Homberg mit einbezogen werden“, begründet Ingo Breznikar das Vorhaben.

Im Außenbereich sind Neubauten – ein Hotel und ein Restaurant – vorgesehen. Auch zwei Einliegerwohnungen für Hausmeister sind vorgesehen. „Natürlich ist auch dann noch genug Platz, um wie geplant ein Bergbaumuseum in dem Gebäude der Waschkaue zu realisieren.“ Nach Paragraf 9 des Denkmalschutzgesetzes NRW sei der Eigentümer sogar verpflichtet, das Kauengebäude wirtschaftlich zu nutzen, unterstreicht Ingo Breznikar.

Teil des Bauantrages ist auch, dass die komplette Energie, die die Grubengasanlage neben dem ehemaligen Förderturm erzeugt, in Zukunft für den künftigen Euro-Technologie-Park genutzt wird: „Bisher werden 45 Prozent des dort geförderten Methangases als Abwärme in die Luft geblasen“, so Breznikar. „Nur 55 Prozent werden bislang zur Stromerzeugung genutzt.“ Breznikar betont: „Natürlich müssen alle Pläne zu 100 Prozent nach deutschem Recht realisiert und genehmigt werden.“

Die Verzögerung bei der Erteilung der ersten Baugenehmigung erklärt Ingo Breznikar mit einer Reihe von Auflagen für den Ausbau der früheren Waschkaue, die das zuständige Bauamt gestellt hat: „Diese Auflagen haben wir abgearbeitet. Wir haben ein Brandschutzkonzept erstellen lassen. So werden wir einen großen Löschwasserteich im Bereich der ehemaligen Ponderosa-Ranch bauen lassen. Außerdem haben wir einen statischen Nachweis für die Stabilität der Waschkaue erbracht.“

Ferner mussten die Investoren ein Lärmschutzgutachten und eine Umweltverträglichkeitsprüfung erstellen lassen. „Außer einigen wilden Bienen wurde auf dem Gelände nichts gefunden.“. Dann musste ein Vermessungsingenieur Maß nehmen, einen aktuellen amtlichen Lageplan anfertigen, mit allen Höhen, Breiten, Tiefen und Abständen. „Alles zusammen genommen hätte die Erfüllung der Auflagen jetzt schon ein gutes Dreivierteljahr gedauert.

„Für die Gutachter haben wir rund 20.000 bis 30.000 Euro investiert.“ Der Bauherr zahlt bei solchen Projekten für Gutachten. Und schließlich: „Denkmalschutz relevante, ästhetische und ökologische Aspekte spielen bei unserem Projekt eine genauso große Rolle.“ Das werde alles berücksichtigt.

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