Abschlussveranstaltung zum Dinslakener Appell / Stolze 2773 Unterschriften sind zusammen gekommen: Eine Stadt steht auf gegen gewaltbereiten Salafismus

Abschlussveranstaltung zum Dinslakener Appell / Stolze 2773 Unterschriften sind zusammen gekommen : Eine Stadt steht auf gegen gewaltbereiten Salafismus

Die Bilder von Philipp B. und seinen verblendeten IS-Mitstreitern gingen um die Welt — und machten Lohberg über Nacht zu einer "Salafisten-Hochburg".

Dass es sich dabei um ein Zerrbild handelt, dass bewusst überzeichnet wird, ist allen Dinslakern klar. Trotzdem galt es, ein starkes Zeichen zu setzen. Eines, das klar macht, dass Dinslaken und gerade Lohberg sich nicht wegen einer Hand voll junger Terroristen einen falschen Stempel aufdrücken lassen wollen. Ein Zeichen, das verdeutlicht, dass Dinslaken aufsteht gegen Gewalt und radikalen Salafismus. Politiker, Vereinsmitglieder, Einzelpersonen, Muslime, Christen und Atheisten kamen im September zusammen und riefen den "Dinslakener Appell" aus. Sie hakten sich unter, sammelten die ersten 250 Unterschriften und standen gemeinsam auf gegen Gewalt und Hass. Ein Teil der Beteiligten traf sich zur Nachbetrachtung nun nochmal in der Ditib-Moschee in Lohberg.

Gute zwei Monate nach dem ersten Treffen sind stolze 2773 Unterschriften zusammen gekommen."Eine tolle Zahl und ein Manifest der Gemeinsamkeit. Uns bringt hier in Dinslaken keiner auseinander", freute sich Bürgermeister Michael Heidinger. Ein sehr passendes Bild zeichnete auch Gastgeber Özkan Yildiz: "Der Name des Islam ist von Terroristen gekidnappt worden. Da müssen wir aufstehen. Wir haben deutlich gemacht, dass wir als Gesellschaft zusammen stehen." Lob für die Aktion als "klares Symbol für Toleranz, Demokratie und Freiheit" gab es auch von Landrat Ansgar Müller. Nun gilt es, so Michael Heidinger, den Appell in den Alltag zu integrieren und ihn weiter mit Leben zu füllen.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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