„Ein bisschen in die Welt schicken“

„Ein bisschen in die Welt schicken“

Ausgebuchte Kinosäle in Duisburg, aber auch in Moers, Dinslaken und mittlerweile fünf weiteren Ruhrgebietsstädten: "doxs!", das Dokumentarfilm-Festival der Duisburger Filmwoche für Kinder und Jugendliche ist ein Exportschlager.

Gute Nachricht für alle Schulen: Es gibt Wartelisten!

Sowieso ist Doxs von Anfang an international ausgerichtet; mit Filmen diesmal aus zehn Nationen und in noch mehr Sprachen (die dann simultan deutsch eingesprochen werden); mit Kooperationen wie mit der European Children's Film Association (ECFA), die einen Preis vergibt, der den ausgezeichneten Film auf eine Reise durch ganz Europa schickt; mit Austauschprogrammen: In Duisburg werden Schüler aus Arras (Frankreich) zu Gast sein.

Mit zehn von 29 Filmen ist der Anteil der deutschen Produktionen indes so hoch wie nie im aktuellen Programm. 19 der Filme sind für die beiden Preise nominiert; neben dem ECFA-Award die "Große Klappe", die von einer Jugendjury vergeben wird: "Wir treffen uns fünf Stunden am Samstag und diskutieren über zwei Filme", beschreibt Festivalleiterin Gudrun Sommer die engagierte Arbeit. Mit den 5.000 Euro Preisgeld wird der prämierte Film für die nichtkommerzielle Verwertung angekauft und tourt dann jahrelang durch Schulen.

"Dass wir unsere Festivalfilme ein bisschen in die Welt schicken können", so Gudrun Sommer, dafür sorgt die nationale und internationale Vernetzung. Dafür, dass jetzt schon wieder fast alle Vorstellungen ausgebucht sind, die gute Vernetzung mit den hiesigen Schulen — und Kitas, Berufskollegs ... Für alle Altersgruppen von eins bis 18 sind Filme ausgewählt. Flucht, Migration, Kriegsalltag, Nahrungsmittelproduktion, Depression — schwere, heikle Themen, die sensibel und klug umgesetzt werden.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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