Durchgängige Baustelle

2029 wird für Duisburg ein überaus wichtiges Datum, denn dann wird die Hafen- und Ruhrbrücke im Zuge der A 59, die allgemein als „Berliner Brücke“ bekannt ist, am Ende ihrer Lebensdauer sein.

Bis dahin muss also was passieren, sollen sich fortan nicht täglich zusätzlich gut 100.000 Fahrzeuge durch innerstädtische Straßen bewegen. So viele Autos und Laster hat Straßen.NRW nämlich im Jahr 2016 gezählt. Und da dies so ist und zudem Prognosen noch mehr Verkehr prophezeien, soll die neue A 59 nicht nur vier-, sondern gleich sechsspurig ausgebaut werden. Und noch etwas muss laut der Projektleiterin bei Straßen.NRW, Anne Höcker, gewährleistet werden: „Auch während der Bauphase wird die A 59 weiter vierspurig betrieben.“ Nur an solchen Tagen, wenn ein neues Teilstück an die alte Linienführung angebunden werde, muss der Autobahnnutzer mit weniger Spuren auskommen oder kann die A 59 am Wochenende vielleicht auch gar nicht benutzen.

Konkret beziehen sich die Vorplanungen auf den etwa 6,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Auf- und Abfahrt Duisburg-Marxloh und dem Autobahnkreuz mit der A 40 in Duissern.

Besonders die drei Brücken in diesem Abschnitt – neben der Berliner Brücke mit 1811 Meter, der Brücke in Meiderich mit 432 Meter und der Gartsträucher Brücke mit 326 Meter – müssen komplett neu konstruiert werden. Dafür werden die Brücken quasi „verdoppelt“: Dies bedeutet, dass für jede dreispurige Fahrtrichtung ein gesondertes Bauwerk errichtet wird. Heute gibt es nur ein Bauwerk für beide Fahrtrichtungen, was auch bedeutet, dass bei massiven Brückenschäden gleich die ganze Autobahn gesperrt werden muss. Dies wollen die Planer in Zukunft verhindern. Dabei erleichtert dieses Vorgehen auch den Brückenneubau. Wie schon bei der A 40 Brücke überm Rhein, wird parallel zur bestehende Brücke der Neubau errichtet. Ist dieser dann fertig, wird der Verkehr auf das neue Bauwerk umgeleitet, um das alte abzureißen und dann der zweite Teil des Neubaus errichtet werden kann.

Vergangene Woche wurden den Bürgern in der Gebläsehalle im Landschaftspark Planungsvarianten vorgestellt. Hierbei gab es Gelegenheit, Bedenken und Vorschläge einzubringen. Bis Ende des Jahres sollen die Vorplanungen abgeschlossen sein.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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