Duisport beruft sich auf WHO

Coronavirus : „Vom Duisburger Hafen geht keine Gefahr aus“

Wie zahlreiche Medien melden, wird die chinesische Stadt Wuhan wegen des Coronavirus’ vom Verkehr abgeriegelt, Flüge und Züge von und nach Wuhan werden gestoppt. Zwischen China und dem Duisburger Hafen verkehren wöchentlich bis zu 40 Züge. Wie viele davon Ladung aus oder nach Wuhan transportieren, kann Duisport nicht sagen.

„Hinsichtlich weiterer Details zum Coronavirus stehen wir für keine Auskunft zur Verfügung“, heißt es aus der Kommunikationsabteilung der Duisburger Hafen-AG (“Duisport“). Zuvor hatte das Unternehmen auf Nachfrage mitgeteilt, das vom Duisburger Hafen aktuell keine Gefahr bezüglich des Coronavirus’ ausgehe: „Wir berufen uns auf die Aussage der WHO.“

Das Virus 2019-nCoV ( für „2019-novel Coronavirus“, „2019 neuartiges Coronavirus“) war im Dezember in der 11-Millionen-Stadt Wuhan neu identifiziert worden; die Zahl der bestätigten Fälle der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit ist in China nach einer heutigen Meldung auf über 500 gestiegen; bisher gab es 17 Todesfälle, alle in Wuhan. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bisher noch keinen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, will laut „Tagesschau“ aber heute erneut darüber tagen.

Angesichts des morgen beginnenden chinesischen Neujahrs- oder Frühlingsfestes ist die verkehrstechnische Isolation der Duisburger Partnerstadt durchaus eine drastische Maßnahme. Das Fest gilt als das bedeutendste im chinesischen Kalender, traditionell wird da die Familie besucht.

Das Unternehmen DB Cargo Eurasia betreibt ‑ unabhängig vom Coronavirus ‑ aktuell keine Verbindung zwischen Duisburg und Wuhan. DB Cargo ist aber laut eigenen Angaben nur ein Betreiber unter vielen von Zugverbindungen zwischen Duisburg und China.

Nachtrag (23. Januar, 14.50 Uhr)

Mögliche Schutzvorkehrungen seien von den Betreibern zu treffen und würden es sicher auch, erklärt Duisport-Sprecherin Viktoria Orosz auf unseren Artikel hin. Die Duisburger Hafen AG ist ja nur die Plattform, quasi der Verwalter, für die vielen im Hafen tätigen Unternehmen. „Wir beobachten das und befinden uns in Abstimmung“, so Orosz. Zu weiteren Maßnahmen gebe es derzeit aber keine Veranlassung.