: Duisburg soll mitplanen

: Duisburg soll mitplanen

Die Duisburger sollen mitbestimmen, was auf der „Duisburger Freiheit“ passieren soll. Die Stadt hat jetzt ihr Konzept für eine Bürgerbeteiligung zum ehemaligen Güterbahnhofsgelände vorgelegt.

Das ehemalige Güterbahnhofsgelände bleibt für immer der Ort der Loveparade-Katastrophe. Die bisherigen Versuche, die Brache einer neuen Nutzung zuzuführen, reichen noch weiter zurück – und sind allesamt gescheitert: „MultiCasa“, Möbelhaus, Designer Outlet Center – alles Makulatur.

Vor knapp einem Jahr kaufte die GEBAG das Gelände von Investor Kurt Krieger zurück. Mit ihrer Wohnungsbaugesellschaft hat damit wieder die Stadt in der Hand, was hier passiert. „Das Areal verfügt über ein einmaliges Entwicklungspotenzial und kann für eine richtungsweisende Stadtentwicklung genutzt werden“, schreibt Stadtsprecherin Anja Kopka. Und zitiert Oberbürgermeister Sören Link: „Mein Ziel ist es, eine breite Akzeptanz der Stadtgesellschaft für die grundsätzliche Ausrichtung und Zielsetzung der Entwicklung dieser Fläche zu erreichen.“ Weshalb die Duisburger bei den Planungen mitbestimmen sollen.

Eine Agentur soll ein Konzept zum Kommunikations- und Beteiligungsprozess entwerfen – in enger Abstimmung mit Verwaltung und GEBAG. Dafür würden zunächst Interviews mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie der Verwaltung geführt, „um ein gemeinsames Verständnis über den Stellenwert und das Potenzial des Vorhabens zu schaffen“, so Kopka. Im nächsten Schritt soll dann die Öffentlichkeit eingebunden werden; eine „Kick-Off-Veranstaltung“ soll voraussichtlich im Spätsommer stattfinden; ihr sollen weitere öffentliche Veranstaltungen folgen. Die Bürger sollen über „die erarbeiteten Ziele informiert“ und zur Mitarbeit in sogenannten Themenwerkstätten gewonnen werden.

Planungsdezernent Martin Linne sieht eine „ einmalige Chance, diese zentrale Fläche in Duisburg und der Region entwickeln zu können“: „Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen, auch mit einem qualitativen Anspruch.“

„Die Entwicklung der Fläche wird einige Jahre in Anspruch nehmen“, so GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer, der deshalb fordert, dass „die inhaltlichen Ziele“ des Verfahrens- und Beteiligungsprozesses „nachhaltig und zukunftsweisend“ sein müssen.

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