Der Norden hätt's gern unterirdisch

Ausbau der A 59 : 5.000 für die Tunnellösung

Nicht Euro – die würden eh nicht reichen – aber 5.000 Unterschriften für die Tunnellösung beim Ausbau der A 59 hat der Meidericher Bürgerverein gesammelt. Auch die Stadtspitze will sich weiter dafür stark machen, dass die Achse im Norden unter die Erde kommt.

Hierüber sprachen Vertreter des Bürgervereins nun mit Stadtdirektor Martin Murrack und Stadtplanungsdezernent Martin Linne. Ein breites Bündnis, bestehend aus Bürgerverein, ADFC, Meidericher Citymanagement, Arbeitskreis Schule und Stadtteil (AKSUS), Haus und Grund Meiderich sowie zahlreichen politischen Vertretern, unterstützen die Initiative für eine Tunnellösung und haben sich für die Unterschriftensammlung engagiert. Der Bürgerverein möchte die Unterschriften nun dem Bundesverkehrsminister zukommen lassen.

Bereits in der Vergangenheit haben sich die Stadt Duisburg und die Bezirkspolitik für die vorgestellte Tunnelvariante ausgesprochen. Das Land NRW hat dem Bund die Ausbauvariante in Hochlage empfohlen. Diese Entscheidung ist aus wirtschaftlichen Gründen und bezogen auf die voraussichtliche Dauer der Bauarbeiten grundsätzlich nachvollziehbar. Stadtverwaltung und Bürgerverein sind dennoch davon überzeugt, dass die Tunnellösung mit wesentlichen Vorteilen verbunden wäre. So könnte im Stadtteil Meiderich eine umfassende Stadtreparatur erfolgen. Die Ausbildung neuer städtebaulicher Strukturen und Räume würde das erneute Zusammenwachsen Meiderichs ermöglichen und darüber hinaus großen Bereichen des Duisburger Nordens neue Impulse geben. Die Stadt Duisburg und der Bürgerverein Meiderich werden sich daher weiter gemeinsam beim Bund für einen A-59-Ausbau als Tunnel einsetzen.

Stadtdirektor Martin Murrack erklärt: „Eine leistungsfähige Infrastruktur ist für Duisburg von zentraler Bedeutung. Die Stadt Duisburg ist allerdings weiterhin davon überzeugt, dass nicht alleine die technischen und wirtschaftlichen Belange die Entscheidungsgrundlage bilden dürfen. Die gesammelten Unterschriften verdeutlichen dem Bund gegenüber, dass die Duisburgerinnen und Duisburger diese Auffassung teilen. Für das Engagement des Bürgervereins und der übrigen Beteiligten möchte ich mich daher herzlich bedanken.“

Martin Linne, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt, ergänzt: „Die Wirkung der Hochstraße erschwert die Entstehung qualitativ hochwertiger und lebenswerter Räume im Bereich des Verlaufs der A 59 deutlich. Die Tunnelvariante bietet insbesondere für den Duisburger Norden aus städtebaulicher und ökologischer Sicht eine einmalige Chance und entspricht auch den im Rahmen der nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes formulierten Zielsetzungen eines integrierten, nachhaltigen Städtebaus.“

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