Der lokale Nachklapp zur Expo Real

Immobilienmesse mit Versteigerung : Duisburg unterm Hammer

Nach einjähriger Pause findet am 6. und 7. November jeweils von 15 bis 19 Uhr im Foyer der Mercatorhalle zum dritten Mal die Gewerbeimmobilienmesse GIMDU statt. Besonderes Highlight: die Auktion an Tag zwei. Mit Steinbruch.

Und weil der Steinbruch über Duisburgs Grenzen hinaus bekannt und beliebt ist und als eine der wenigen Veranstaltungsorte für Livekonzerte erst im vergangenen Jahr mit dem hoch dotierten Spielstättenpreis „Applaus“ ausgezeichnet wurde, stellt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW), auf der GIMDU-Pressekonferenz noch einmal klar: „Der Kauf bricht nicht die Miete.“ Der Pachtvertrag bleibt auch im Fall einer Versteigerung – Mindestgebot: 1,26 Millionen – bis zum 31.12.2030 gültig.

Nach dem aus Sicht aller Beteiligten äußerst positiv verlaufenen Auftritt auf der Immobilienmesse Expo Real in München (siehe unten) ist die Gewerbeimmobilienmesse in Duisburg, kurz GIMDU, der lokale Nachklapp. „Derjenige, der hier für seinen Handwerksbetrieb einen neuen Standort sucht, der fährt nicht nach München zur Expo Real“, so Meurer. Das bestätigen örtliche Immobilienmakler, die auf der GIMDU ihren „Nutzermarkt“ erreichen und ihr „Kundenportfolio pflegen“ wollen. Mit den Worten von GFW-Sprecherin Annegret Angerhausen-Reuter: „Hier ist ganz viel Lokalkolorit vertreten.“

Rund 300 Objekte werden laut GFW auf der GIMDU präsentiert. Die mit der Auktion am Tag zwei zum „Event, zum Happening“ werden soll, so Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer Andree Haack. Neben Duisburger Adressen kommen auch Gebäude bzw. Grundstücke in Wuppertal oder Münster unter den Hammer, weitestgehend habe man sich aber „auf den Kammerbezirk der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer fokussiert“, so Haack. Exponiertestes Objekt sei sicher der Steinbruch, so Meuerer, aber auch ein 1.600 Quadratmeter großes Friemersheimer Grundstück mit Kleingärten drauf „für nur 12.000 Euro“ komme unter den Hammer, wie überhaupt die Immobilienmesse mit Mindestgeboten bis maximal 5 Millionen Euro vor allem „den kleinen Anleger“ ansprechen soll, so Haack. „Ein Notar ist vor Ort. Wenn der Hammer fällt, ist das Grundstück verkauft“, so Meurer.

Die Mindestpreise seien vom Auktionator, dem Auktionshaus Karhausen aus Berlin, im Vorfeld mit den Eigentümern abgestimmt worden, erklärt GFW-Projektmanager Christian Felix Hendel, als „Sicherheitsstufe“. Zehn Prozent Sicherheit müssen Käufer in bar, als Scheck o. ä. zur Auktion mitberingen.

Fazit der Expo Real: „Ein Koffer voll von „To do’s“

Oberbürgermeister Sören Link kehrt überaus zufrieden von der Expo Real zurück: „Viele Projekte sind jetzt auf der Zielgeraden, stehen kurz vor der notariellen Beurkundung. Wir sind ein B-Standort mit absolut attraktiven Renditepotenzialen.“ Am meisten Beachtung am Duisburger Stand habe das Modell von „6 Seen Wedau“ gefunden. GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer: „Wir reisen mit einem vollen Koffer an To do’s zurück, die sich aus den Gesprächen mit Investoren ergeben haben.“ Auch die Präsentationen von „GreenView“, einem 4.500 Quadratmeter großen Bürogebäude, das in Huckingen an der Düsseldorfer Landstraße entstehen soll, und des neuen Stadtteils „Rheinort“, der in Hochfeld auf dem Arcelor-Mittal-Gelände entstehen soll, hätten die Aufmerksamkeit der Branche auf sich gezogen, so Meurer. (tw)

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