: Der Hirsch kehrt zurück zum Platz

: Der Hirsch kehrt zurück zum Platz

Vom 30. August bis 1. September findet die siebte Ausgabe des Platzhirschs auf und rund um den Duisburger Dellplatz statt. Nach der verkürzten Ausgabe im November letzten Jahres darf man sich in diesem Jahr wieder auf ein dreitägiges spartenübergreifendes Kulturprogramm freuen.

Musik, Kunst, Performance, Literatur, Theater, Partys sowie ein kreatives Kinderprogramm sind an 18 Spielorten in der Stadt verteilt. „In diesem Jahr ist auch wieder der Innenhafen mit der Küppersmühle und dem Explorado Kindermuseum dabei“, freut sich René Schwenk, einer der ehrenamtlichen Organisatoren. Im letzten Jahr kamen diese beiden Spielorte dazu, da der Dellplatz als Bühne wegfiel. „Die Spielstätten stießen auf so gute Resonanz, dass wir uns freuen, dass sie auch dieses Jahr wieder miteinbezogen werden können.“ Herzstück ist am letzten August-Wochenende aber wieder der Dellplatz mit vielen kulinarischen, kreativen und fairen Verkaufsständen. „Hier haben wir das Konzept verändert. Wir wollen sowohl denen, die einfach nur Festivalstimmung genießen und Leute treffen wollen, als auch denen, die in erster Linie wegen der Musik da sind, mehr Raum geben.“ So sind in diesem Jahr zwei Bühnen auf dem Dellplatz zu finden.

Musikalisch wird wieder eine breitgefächerte Mischung jenseits des Mainstreams geboten. Der Sound von „The Underground Youth“ (UK/DE) reicht von einzigartigen düsteren cineastischen Psydelica hin zu rohen noisy Post-Punk. Avantgarde-Komponist und Lautenspieler Jozef van Wissem (NL) hat u.a. mit Jim Jarmusch und Tilda Swinton zusammen gearbeitet und wird in Duisburg zähe Spannungsbögen zwischen Barock, Minimal Music und Hypnose oszillieren.

Rockig wird es mit „Brutus“ (BE) und „Decibelles“ (FR). Der australische Singer Songwriter Joel Sarakula ist mit Soft Rock und Soul Disco bereits Wiederholungstäter beim Platzhirsch. Und die Band „Mutter“ aus Berlin findet nach 18 Jahren den Weg zurück nach Duisburg.

Auch in Sachen Kunst wird beim Szenefestival einiges geboten. „Insgesamt werden wir sieben Ausstellungen bzw. Installationen in diesem Jahr haben“, berichtet Luise Hoyer. U.a. werden Schülerinnen und Schüler Fotos aus ihrem School Life Project ausstellen. Die Fridays for Future Gruppe wird beim Platzhirsch eine trashigen Upcycling-Installation präsentieren. „Wieder mit dabei ist auch OINK!, das kleinste Autokino der Welt“, so Luise Hoyer. Das Minikino mit maximal sechs bis acht Sitzplätzen ist mittlerweile Kult beim Platzhirsch. Hier werden Kurzfilme von Absolventen an Film- und Kunsthochschulen gezeigt. Luise Hoyer freut sich über die gute Resonanz: „In diesem Jahr haben wir so viele Filmeinreichungen bekommen, dass wir zwölf Filme zeigen werden.“

Insgesamt 91 Veranstaltungen werden den Besuchern an den drei Festivaltagen geboten. „Das Programm bietet für jeden was. Man kann sich gezielt was aussuchen oder einfach auf die Pirsch gehen und dabei Neues entdecken!“, empfiehlt Oliver Ludley, der ebenfalls mit am Programm gefeilt hat. Alle Organisatoren arbeiten durchweg ehrenamtlich. „Es gibt einen festen Stamm von sieben Leuten, die das ganze Jahr über in Sachen Platzhirsch tätig sind“, so René Schwenk. „Dazu kommen später noch zahlreiche Ehrenamtliche, die dazu beitragen, dass das Festival statt finden kann.“ Es werden übrigens immer noch freiwillige Helfer gesucht. Für alle Volunteers gibt es freie Verpflegung, ein Festivalarmband und eine Party. Interessierte können sich noch bis zum 29. August per Mail an hilfe@platzhirsch-duisburg.de melden.

Das gesamte Kunstprogramm, das KITZ! Kinderprogramm sowie das Bühnenprogramm auf den Outdoor-Bühnen auf dem Dellplatz ist kostenlos. Für alle anderen Programmpunkte hat man die Wahl zwischen Festivalticket (VVK 33/ermäßigt 25 Euro, AK 39/erm. 30 Euro) oder Tagesticket (15/erm. 12 Euro). Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben zu allen Veranstaltungen freien Eintritt. Tickets gibt es entweder online auf der Platzhirsch-Homepage oder bei Onkel Stereo, Wallstraße 8, in Duisburg (nur Festivaltickets).

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