Jeder achte Duisburger Arbeitnehmer bei duisport beschäftigt: Der Hafen als Jobmotor

Jeder achte Duisburger Arbeitnehmer bei duisport beschäftigt: Der Hafen als Jobmotor

Der Duisburger Hafen wächst und wächst — räumlich, und was seine Bedeutung für Wertschöpfung und Arbeitsmarkt angeht. Mittlerweile arbeitet jeder achte Duisburger Arbeitnehmer bei duisport. Insgesamt sind über 45.000 Menschen, und damit fast 5000 mehr als vor fünf Jahren, direkt oder indirekt vom Hafen abhängig Beschäftigte.

Als Erich Staake vor über 17 Jahren seinen Job als Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG übernahm, sah die Welt rund um die Terminals und die Stahl-, Öl-, Kohle- und Schrottinseln noch ein wenig anders, kleiner, aus. Damals gab es auf dem Hafengelände noch etwa 500 Hektar freie Fläche. Und duisport sorgte dafür, dass rund 20.000 Menschen in Lohn und Brot standen. 2015 können andere Zahlen aufgerufen werden. Die auf dem eigentlichen duisport-Gelände noch zu erschließende Fläche hat sich auf ca. 15 Hektar reduziert.

"Alleine auf dem logportII-Gelände haben wir 650.000 Quadratmeter Warehouse-Fläche", verkündet Erich Staake stolz. Insgesamt sind 45.300 Arbeitnehmer direkt oder indirekt vom Hafen abhängig beschäftigt. Das sind rund 12 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. "2011 habe ich davon geträumt, die 50.000er-Beschäftigtengrenze zu erreichen, bevor ich in den Ruhestand gehe. Jetzt sieht es so aus, als könnte das sogar funktionieren", freut sich der Hafenchef.

Zum dritten Mal nach 2006 und 2011 hat der Hafen eine Studie beim Berliner Marktforschungsinstitut Regionomica in Auftrag gegeben, bei der die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitsmarkteffekte des Logistikstandortes Duisburg untersucht werden. Und zum dritten Mal ist die Entwicklung eine positive. Insgesamt sind 18.400 Arbeitsplätze direkt vom Hafen abhängig und in der Region angesiedelt. Von den insgesamt 45.300 hafenabhängigen Beschäftigten entfallen rund 22.000 auf die Stadt Duisburg, was 13 Prozent der Arbeitsplätze in der Stadt entspricht.

Die Summe aller Leistungen, Werte und Waren des Hafens ist seit der letzten Studie in 2011 um 4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gewachsen. Ein Pfund, mit dem man wuchern kann, und auf das Oberbürgermeister Sören Link stolz ist. "Der Hafen ist bedeutender und erfolgreicher als er jemals war. Und er ist ein sich kontinuierlich entwickelnder Jobmotor für die Stadt und die Region. Ich als OB bin besonders zufrieden." Und auch NRW-Staatssekretär Michael von der Mühlen unterstreicht: "Die Untersuchung unterstreicht eindrucksvoll, wie sich erfolgreich handelnde Hinterlandhäfen zu wichtigen Wachstumsmotoren für Stadt und Land entwickeln können."

Deutlich bewusst ist allen Beteiligten, dass man sich jetzt nicht auf dem Erfolg ausruhen will. Und dass es, gerade was die verkehrstechnische Situation in und um Duisburg, noch reichlich Luft nach oben gibt. Da reichen die Stichworte Brücke Neuenkamp und A59-Sperrung. "Das Thema Straßenertüchtigung und A40-Brücke stehen ganz oben auf der Agenda. Wir sind und bleiben an dem Thema dran", verspricht Michael von der Mühlen.

(Niederrhein Verlag GmbH)
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