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Marie Wegener aus Meiderich gewinnt "DSDS": Der etwas andere Superstar

Marie Wegener aus Meiderich gewinnt "DSDS" : Der etwas andere Superstar

Marie Wegener aus Meiderich kürt sich zur jüngsten Gewinnerin von "Deutschland sucht den Superstar". Für die 16-Jährige geht das Abenteuer weiter - inklusive Studio-Aufnahmesession mit Dieter Bohlen.

Es war eigentlich eine klare, deutliche Aussage, die RTL-Moderator Oliver Geissen da von sich gegeben hatte: "Superstar 2018 ist Marie", verkündete Geissen. Aber im Konfetti-Regen von Köln dauerte es einen kleinen Moment, bis die frohe Kunde im Gehirn von Marie Wegener angekommen war. "Das ist alles irgendwie an mir vorbei gerauscht. Als dann mein Name fiel, konnte ich es erst einfach nicht fassen", gab die frisch gebackene Siegerin der 2018er Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" einen Tag nach der Krönung zu Protokoll. Erst als die 16-jährige Meidericherin in der Jubeltraube ihrer zahlreich aus Duisburg mitgereisten Freunde und Verwandten verschwand, dämmerte ihr so langsam, was da gerade passierte. "Ein Moment wie im Märchen" sei das gewesen, so die DSDS-Siegerin. Und ein Moment, den sie auch einen Tag danach noch nicht so ganz einordnen konnte. "Ich habe das noch nicht wirklich realisiert und musste mir das einen Tag später noch mal ansehen, um es wirklich zu verstehen."

Marie ist der etwas andere Superstar. Hochmut kommt vor dem Fall — das weiß Marie schon jetzt nur zu gut. Sie war die Favoritin der leisen, bedachten Töne. Bis zum Schluss und trotz aller Vorschuss-Lorbeeren sah sie sich nicht als Siegerin. "Ich hätte da wirklich niemals mit gerechnet. Und ich habe bis zum Schluss, bis die Entscheidung fiel, auch nicht dran geglaubt." Smart, intelligent, natürlich, authentisch, zurückhaltend und für ihr Alter erstaunlich reflektiert und aufgeräumt erscheint sie wie der Gegenentwurf zur Bohlen'schen Glitzer-Welt. Aber der selbst ernannte Pop-Titan merkte schnell, welches Potenzial in der Meidericherin steckt — und nahm sie zügig unter seine Fittiche. Kein Zufall also, dass Marie als einzige Finalistin einen Song aus der Feder von Dieter Bohlen auf die Kölner Bühne brachte. "Königlich" ist ein reibungsfreier Song für Geburtstage und Hochzeiten — einer, so das Bohlen'sche Kalkül, der im Sommer 2018 gut funktionieren könnte. Der Ritterschlag vom Chefjuror schmeichelte Marie: "Es war einfach eine riesige Ehre für mich, dass Dieter mir den Song geschrieben hat. Das war ein sehr schönes Gefühl, 'Königlich' singen und veröffentlichen zu dürfen."

Aber im Finale war sie auch von ihrem bisherigen Kuschelsong-Kurs abgewichen und hatte mit Ariana Grandes Song "Break free" auf Stilbruch gesetzt. "Ich wollte einfach mal etwas wagen und was ganz Anderes machen als ich es in den Shows zuvor gemacht habe. Es war ein Powersong und ein Risiko; aber eines, das sich offensichtlich ausgezahlt hat", lachte die jüngste Superstar-Siegerin aller Zeiten nach der Entscheidung. Überhaupt habe sie die Performance sehr genossen: "Ich habe zwei Tage intensiv geprobt. Und dann mit der Power, der Choreografie und den Tänzern auf der Bühne — das war eine tolle Erfahrung."

Und nun? Kommen spannende Tage und Wochen auf die gefragte Duisburgerin zu. "Zunächst habe ich gerade den Videodreh zu meinem eigenen Song hinter mir. Im Anschluss gehe ich dann mit Dieter ins Studio und wir produzieren mein Album." Ihr sei jetzt schon mulmig, wenn sie daran denke, vor Bohlen abliefern zu müssen." Oh Mann, mit Dieter Bohlen im Studio — ich hoffe, ich bin nicht zu aufgeregt und bekomme überhaupt einen Ton raus…" Das wird sie vermutlich hinbekommen. Und dann mal sehen, ob sie sich durchsetzen und ihren Traum von der Musikkarriere realisieren kann — zuzutrauen wären es ihr irgendwie…

(Niederrhein Verlag GmbH)